Laut dem Sekretär des Bundesfinanzamtes, Jorge Rachid, steht das Abkommen nicht im Widerspruch zum Steuergeheimnis. / Copyright: Agência Brasil

Für brasilianische Bürger soll es schwieriger werden, Geld und andere Wertgegenstände am Fiskus vorbei in die Schweiz zu bringen. Brasilien und die Schweiz haben am Montag (23.11) ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet, um steuerliche Informationen schneller austauschen zu können, ohne richterlichen Beschluss. Das Abkommen wird ab dem kommenden Jahr für Steuerschulden gelten.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Brasilien Informationen über Steuerschulden von Schweizer Bürgern senden. Die Schweiz wird auf der anderen Seite Steuerdaten von allen drei Regierungsebenen freigeben – des Bundes, der Kantone und den Gemeinden. Der Informationsaustausch erfolgt nicht automatisch. Jedes Land muss einen Antrag dazu stellen, wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

Laut dem Sekretär des Bundesfinanzamtes, Jorge Rachid, wird der Informationsaustausch vom Bundesteuergesetzbuch unterstützt und steht nicht im Widerspruch zum Steuergeheimnis.

Neben der Schweiz besitzt Brasilien bereits ähnliche Abkomen mit acht weiteren Ländern: den USA, Bermuda-Inseln, Guernsey, Cayman Islands, Jamaika, Jersey, Großbritannien und Uruguay. Allerdings ist nur der Austausch von Informationen mit der US-Regierung in Kraft. Nach der Unterzeichnung im Jahr 2007 wurde die Vereinbarung zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten durch den Kongress im Jahr 2012 ratifiziert und ist im Jahr 2013 in Kraft getreten. (ls)

Quelle: Agência Brasil