Durch zwei neue Raffinerien soll sich Brasilien in ein paar Jahren selbst mit Diesel versorgen können / Copyright: ANP
Durch zwei neue Raffinerien soll sich Brasilien in ein paar Jahren selbst mit Diesel versorgen können / Copyright: ANP

Durch zwei neue Raffinerien soll sich Brasilien in ein paar Jahren selbst mit Diesel versorgen können. / Copyright: ANP

Der Leiter des Nationalen Erdölverbandes ANP (Agência Nacional do Petróleo, Gás Natural e Biocombustíveis) Florival Carvalho teilte am vergangenen Mittwoch (12.03.) mit, dass Brasilien in drei Jahren genug Diesel produzieren wird, um kein zusätzliches Diesel mehr importieren zu müssen. Carvalho bezieht die neuen Raffinerien Abreu und Lima in seine Aussage mit ein, die Ende 2014/ Anfang 2015 in Betrieb gehen und die nationale Produktion ausreichend erhöhen sollen. Der Leiter der ANP hatte am 9. Seminar zur Auswertung des Marktes der Branche (9º Seminário de Avaliação do Mercado de Derivados de Petróleo e Biocombustíveis) in Rio de Janeiro teilgenommen. Carvalho erklärte außerdem, dass der Markt für Kraftstoffe in diesem Jahr konstant weiter wachsen soll, schätzungsweise zwischen vier und fünf Prozent.

Was den Verbrauch von Dieselkraftstoff betrifft, so stieg dieser um 4,6 Prozent im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 an, von 55,9 Milliarden auf 58,4 Milliarden Liter. Von dieser Gesamtsumme musste das Land 9,9 Milliarden Liter aus dem Ausland importieren, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.

Die neuen Raffinerien befinde sich derzeit noch im Bau, sind aber zu 80 Prozent fertiggestellt. Die erste Einheit soll im November in Betrieb gehen und hat eine Kapazität von 115.000 Barrel pro Tag. Die zweite Einheit wird vermutlich erst im Mai 2015 fertig sein und 230.000 Barrel täglich produzieren, was elf Prozent der aktuellen Kapazitäten in Brasilien entspricht. (ds)