Maria das Graças Foster, Leiterin der Petrobras, spricht über die aktuelle Entwicklung im Unternehmen / Copyright: Agência Brasil
Maria das Graças Foster, Leiterin der Petrobras, spricht über die aktuelle Entwicklung im Unternehmen / Copyright: Agência Brasil

Maria das Graças Foster, Chefin von Petrobras, spricht über die aktuelle Entwicklung im Unternehmen. / Copyright: Agência Brasil

Die Leiterin des brasilianischen Erdölunternehmen Petrobras Maria das Graças Foster teilte am vergangenen Mittwoch (26.02.) mit, dass Brasilien im kommenden Jahr ausreichend Erdöl fördern werde, um sich selbst zu versorgen und nicht mehr auf Importe angewiesen zu sein. Was Erdölderivate betrifft, so rechnet Foster mit einer Selbstversorgung ab 2020, wenn alle aktuell im Aufbau befindlichen Raffinerien in Betrieb sind.

Laut aktueller Bilanz erwartet Petrobras zwischen 2020 und 2030 eine durchschnittliche Produktion von 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag. Derzeit werden 2,9 Millionen Barrel täglich produziert. Das Unternehmen rechnet ab 2020 mit einer täglichen Nachfrage von 3,4 Millionen Barrel Diesel und Benzin, was einem jährlichen Wachstum von 2,3 Prozent entspricht.

„Je mehr der Markt wächst, desto weniger Erdöl exportiert man. Aber Brasilien positioniert sich mit diesen Daten als relevanter Produzente und auch als wichtiger Exporteur im globalen Szenarium“, kommentierte Foster. Weiterhin gab sie während ihrer Präsentation bekannt, dass 75 Prozent der Unternehmungen zum Ausbau des Netzwerkes bereits erfolgreich waren, was über dem globalen Durchschnitt läge. Im vergangenen Jahr hätte man beispielsweise bei den Brunnen in der Pré-Sal-Schicht zu 100 Prozent Erfolg gehabt. Von den 24 Neuentdeckungen des Unternehmens in den vergangenen 14 Monaten in maritimen Gebieten lägen 14 in der Pré-Sal-Schicht zwischen São Paulo und Sergipe.

Was das Tätigkeitsfeld außerhalb des Landes betrifft, so wies Foster darauf hin, dass sie den Fokus auf die Verbreitung und die Produktion vor allem in Argentinien legen wolle. Für die nächsten Jahre sei kein Verkauf von Vermögenswerten des Unternehmens mehr vorgesehen. (ds)