Der Senat veröffentlichte Resolutionen, die ausländische Darlehen erlauben / Copyright: Agência Brasil
Der Senat veröffentlichte Resolutionen, die ausländische Darlehen erlauben / Copyright: Agência Brasil

Der Senat veröffentlichte Resolutionen, die ausländische Darlehen erlauben / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Senat hat gestern (3.9.) eine Resolution veröffentlicht, die es manchen Bundesstaaten und Kommunen erlaubt, internationale Darlehen anzunehmen, um Schulden zu bezahlen oder Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder Abwassersysteme zu tätigen. Die Darlehen belaufen sich insgesamt auf einen Betrag von 1,2 Milliarden US-Dollar (rund 954 Millionen Euro).

Der Bundesstaat Mato Grosso wird das größte aller Darlehen erhalten. Von der Bank of America erhält Mato Grosso 478,9 Millionen US-Dollar (rund 381 Millionen Euro). Die finanziellen Mittel will der Bundesstaat zur Tilgung seiner Schulden verwenden. Das zweitgrößte Darlehen bekommt der Bundesstaat Rio de Janeiro. 394,5 Millionen US-Dollar (rund 314 Millionen Euro) verleiht die französische Agentur für Entwicklung (Agência Francesa de Desenvolvimento, kurz: AFD). Das Geld soll vor allen Dingen in Projekte investiert werden, deren Fokus auf Mobilität und Integration liegt.

Die Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco, Recife, wird von der Interamerikanischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Banco Interamericano para Reconstrução e Desenvolvimento, kurz: Bird) einen Kredit über 130 Millionen US-Dollar (rund 103 Millionen Euro) erhalten. Der Bundesstaat will hauptsächlich in Bildungsprojekte investieren.

Auch die Staatliche Gesellschaft für Stromversorgung (Companhia Estadual de Distribuição de Energia Elétrica, kurz: CEE), ansässig in Rio Grande do Sul, handelte mit der AGF einen Kredit über 87,4 Millionen US-Dollar aus. Weitere Kredite im Bundesstaat Rio Grande do Sul gingen an die Kommune Novo Hamburgo, die finanzielle Unterstützung für Integrationsprojekte suchte. (sg)