Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira / Copyright: Agência Brasil

Die Vorschläge seitens Brasilien zur Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung, Rio+20, beinhalten globale Entwicklungsmaßnahmen für die Green Economy, die Bekämpfung der Armut und die Umsetzung nachhaltigen Wirtschaftens. Der Vorschlagskatalog beinhaltet 25 Themen, wie die Schaffung von Programmen zum globalen Umweltschutz, zur nachhaltigen Entwicklung, zu nachhaltigen öffentlichen Käufen, zur Finanzierung von Studien und Forschung für ein nachhaltiges Wachstum sowie internationale Regeln zur Stärkung des Finanzsektors.

Laut der brasilianischen Umweltministerin, Izabella Teixeira, wurde der Vorschlagskatalog gestern (01.11.) an das Sekretariat der UNO gesandt und wird Teil des Hauptdokuments der Verhandlungen vor der Konferenz Rio+20, die im Juni 2012 stattfinden soll, sein.

„Das Dokument spiegelt eine kritische Sicht auf das nachhaltige Wachstum wider, zeigt auf, wo Probleme existieren und gibt konkrete Vorschläge bezüglich Themen wie Armut bis hin zu nachhaltigem Wachstum, das die Green Economy mit einbezieht. Diese Wirtschaft vereint Soziales und Nachhaltigkeit miteinander“, so Teixeira.

Bei den Vorschlägen würde Brasilien Erfahrungen aus bereits bestehenden und erfolgreichen Programmen mit einbringen, wie zum Beispiel aus dem „Familienstipendium“ (Bolsa Família), aus dem „Grünen Stipendium“ (Bolsa Verde) und dem Programm „Brasilien ohne Elend“ (Brasil sem Miséria).

Ein weiterer Punkt, den die Ministerin ansprach, war die Finanzierung des nachhaltigen Wachstums. Es wäre nicht nur der öffentliche, sondern auch der private Sektor in Betracht zu ziehen: Öffentliche sowie private Banken würden dabei eine wichtige Rolle spielen.

Das Modell, was von Brasilien vorgeschlagen wurde, wird den Dialog zwischen Gesellschaft und dem privaten Sektor ankurbeln, indem strategische Themen wie Energie-, Wasserkraftsicherung, technische Innovationen und die Nutzung von Biodiversität angesprochen werden. (ds)