Eines der möglichen Investitionsprojekte: Werftproduktion in Brasilien / Copyright: Creative Commons, Rotametalmecanica

Eines der möglichen Investitionsprojekte: Werftproduktion in Brasilien / Copyright: Creative Commons, Rotametalmecanica

Letzte Woche hat die zuständige Außenhandelskammer  (Câmara de Comércio Exterior, kurz: Camex) im brasilianischen Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurz: MDIC) die Importsteuer für rund 300 Produkte reduziert. Mit der Absenkung der Importsteuer steigt der preisliche Wettbewerb bei diesen Produkten auf dem brasilianischen Binnenmarkt und die Einfuhr dringend benötigter Investitionsgüter für die industrielle Produktion wird erleichtert. Das MDIC versucht so, eine direkte Steuerung der protektionistischen Maßnahmen und will vor allem im industriellen Bereich für mehr Wachstum sorgen.

Die Strategie der Absenkung der Importsteuer verfolgt vor allem das Ziel, die Wachstumserwartungen der brasilianischen Wirtschaft zu halten, denn diese Reduktion dient hauptsächlich zur Stimulation von Investitionen in die heimische Industrie. So sind von dieser Maßnahme vor allem Produkte aus dem Bereich der Investitionsgüter, aus dem Bereich der IT und der Telekommunikation betroffen. Abgesenkt wurden nach den Vorgaben der Camex Importsteuern von derzeit 14 und 16 Prozent auf bis zu zwei Prozent bei den betroffenen Produkten.

Betroffen von dieser Reduktion ist vor allem der Handel zwischen Deutschland und Brasilien, denn für die ausgewählten Produkte macht der Handel zwischen beider Länder rund 23,7 Prozent aus, gefolgt von den USA (14,5 Prozent) und weiteren europäischen Ländern wie Italien und Frankreich. Insgesamt betrifft die Maßnahme ein Außenhandelsvolumen von ca. 641 Millionen US-Dollar (rund 506 Millionen Euro) vor allem in den Bereichen von Automobilteilen, Holzteile und Möbel, Schiffsbau und Eisenindustrie. (mas)