Standardcontainer auf einem Containerschiff Copyright: Wikimedia, Creative Commons, T.Btge

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Die Differenz aus Exporten minus den Importen von Waren und Dienstleistungen ergibt den Außenhandelssaldo. Dieser Saldo bestimmt nicht nur mit über die Menge an verfügbaren Devisen in einem Land – davon wird in diesem Artikel später noch die Rede sein – sondern sagt vor allem etwas über die globale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes aus. Der Außenhandelssaldo von Brasilien ist in diesem Monat auf etwa minus 2,6 Milliarden Reais (ca. minus eine Milliarde Euro) gesunken. Das ist der geringste Wert für einen September seit 2009 und dennoch bedeutet der negative Saldo, dass mehr Waren und Dienstleistungen nach Brasilien importiert als exportiert wurden.

Auch auf das Jahr bezogen ergibt sich ein negativer Saldo und dies obwohl vor allem der Agrarsektor noch größere Produktions-und Exportüberschüsse auf den Markt gebracht hat. Allerdings hat sich das Defizit gegenüber dem Vorjahr verringert. Entscheidend waren hier aber nicht die Überschüsse aus der Produktion, sondern der wesentliche Faktor sind die geringeren Abflüsse an Gewinnen und Dividenden, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation und des Wechselkurses Real-US-Dollar geringer ausgefallen sind.

Dies zeigt auch ein genauerer Blick auf die Devisenbilanz. Demnach ergibt sich ein positiver Saldo von ca. 1,6 Milliarden US-Dollar für den Oktober bisher. Die Bilanz der Devisen aus dem Handel jedoch ist auch im Oktober negativ und vor allem die Deviseneinnahmen aus Dienstleistung und Finanztransaktionen bewirken den positiven Saldo. (mas)