Die brasilianische Regierung reduzierte gestern die Energiepreise für die Industrie und Privatpersonen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Johann H. Addicks
Die brasilianische Regierung reduzierte gestern die Energiepreise für die Industrie und Privatpersonen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Johann H. Addicks

Die brasilianische Regierung reduzierte gestern die Energiepreise für die Industrie und Privatpersonen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Johann H. Addicks

Die brasilianische Regierung hat gestern (11.09.) bekannt gegeben, dass die Energiepreise für den industriellen Sektor und für Privatpersonen gesenkt werden. Die Industrie kann mit einer Reduzierung der Preise von bis zu 28 Prozent rechnen. Privatpersonen werden immerhin 16,2 Prozent der Energiekosten einsparen.

Finanzminister Guido Mantega geht nun davon aus, dass die Kostenreduzierung dazu beitragen wird, die Inflation zu senken. Damit beruft sich der Politiker auf Werte, die durch den Nationalen Index der Preise für Konsumenten (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo, kurz: IPCA) darauf hinweisen, dass sinkende Energiekosten den Inflationswert um bis zu einem Prozent senken können. Man könne allerdings erst im nächsten Jahr mit ersten positiven Auswirkungen rechnen, erklärt Mantega. Die Senkung der Energiepreise werde vor allem in der Industrie, der Landwirtschaft und auch im Dienstleistungssektor für positive Effekte sorgen. Pepe Vargas, Minister für landwirtschaftliche Entwicklung, begrüßte die Reduzierung und betonte, wie wichtig diese Maßnahme für den ohnehin angeschlagenen Agrarsektor sei.

Der Finanzminister hält die Kostenreduzierung im Energiesektor und die vorangegangenen Senkungen von Steuern in anderen Bereichen für einen wichtigen Schritt der Entwicklung Brasiliens. Durch diese Maßnahmen werde das Land noch wettbewerbsfähiger und könne im Jahr 2013 als eines der wenigen Länder weltweit ein Wachstum von über vier Prozent erreichen, betonte Guido Mantega.

Durch die Reduzierung der Energiekosten wird es folglich einen Anstieg des Konsums geben, was wiederum einen erhöhten Energieverbrauch mit sich bringt. Der Angst, es könne dadurch zu Engpässen in der Energieversorgung kommen, wirkte der Minister für Minen und Energie, Edison Lobão, entgegen. Brasilien besitze ausreichend Energiereserven, erklärte er. (sg)