Helder Queiroz, Präsident der ANP / Copyright: Agência Brasil
Helder Queiroz, Präsident der ANP / Copyright: Agência Brasil

Helder Queiroz, Präsident der ANP / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe ANP (Agência Nacional do Petróleo, Gás Natural e Biocombustíveis), Helder Queiroz, sprach gestern (13.05.) über die neue Strategie des Unternehmens: die Dezentralisierung der Erdölindustrie Brasiliens. Zusätzlich sollen auch kleine und mittlere Unternehmen an der Erdöl- und Erdgasproduktion im Land beteiligt werden.

Laut Angaben des Präsidenten hätte sich 90 Prozent der Erdölproduktion traditionell auf den Südosten des Landes konzentriert, vor allem auf die Becken von Campos, Santos und Espírito Santos. Nun sehe die Agentur großes Potenzial in den Regionen des Nordens und Nordostens Brasiliens. „Die meisten der 289 angebotenen Blöcke der aktuellen Lizenzvergabe befinden sich in einer der beiden Regionen. So profitieren die Bundesstaaten Amapá, Pará, Maranhão, Piauí, Ceará, Rio Grande do Norte und Pernambuco von den neuen Vorhaben, außer der bereits bekannten reifen Becken“, so Queiroz.

Da es lange Zeit keine neuen Lizenzvergaben gegeben habe, sei das Interesse der Unternehmen sehr hoch. Das Besondere an dieser Runde wäre, dass die regionale Dezentralisierung und die Vielfalt der Angebote große Chancen für die Industrie mit sich bringen werden. So könne man auch die kleinen, mittleren und nicht nur die großen Unternehmen erreichen und mit einbeziehen.

Vor allem bezeichnete Queiroz die äquatorialen Gebiete als vielversprechend. Internationale Unternehmen seien bereits an der entsprechenden Atlantikküste in Afrika fündig geworden. „Und hier, in den äquatorialen Gebieten, gibt es Blöcke mit ähnlichen geologischen Voraussetzungen, vor allem im Vergleich zur Küsten von Ghana. Wir wissen, dass die beiden Kontinente vor Millionen von Jahren verbunden waren. Deshalb gibt es diese Ähnlichkeiten.“ (ds)