Laut einer Studie wird Brasilien bis 2050 große strukturelle Veränderungen durchleben. / Copyright: Wikimedia Commons, Sambr
Laut einer Studie wird Brasilien bis 2050 große strukturelle Veränderungen durchleben. / Copyright: Wikimedia Commons, Sambr

Laut einer Studie wird Brasilien bis 2050 große strukturelle Veränderungen durchleben. / Copyright: Wikimedia Commons, Sambr

Die Gesellschaft für Energieforschung EPE, angebunden an das Ministerium für Bergbau und Energie, glaubt an ein moderates Wirtschaftswachstum in Brasilien bis 2050. Die Wachstumsrate soll dabei im Schnitt zwischen 3,6 Prozent und vier Prozent liegen. Aber um diesen Rhythmus beizubehalten, müsse das Land seine derzeitigen Investitionen erhöhen um durchschnittlich 18 Prozent bis 20,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das belegt die Studie „Wirtschaftsszenario 2050“ (Cenário Econômico 2050), die am vergangenen Dienstag vom Präsidenten der EPE, Maurício Tolmasquim, in Rio de Janeiro veröffentlicht wurde.

Auf Basis des BIP von 2013, das bei 4,84 Billionen Reais lag, müssten die verschiedenen Ebenen der Regierung demnach fast eine Billion Reais pro Jahr investieren, für allen Bereiche, um das Bevölkerungswachstum angemessen zu begleiten. Nach Schätzungen des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik werden es 2050 226 Millionen Einwohner sein, was eine zunehmende Konsumnachfrage nach allem bedeutet.

Folglich werden es 26 Millionen Brasilianer mehr sein als aktuell, und laut Tolmasquim wird das Land daher in den kommenden 35 Jahren eine große strukturelle Veränderung durchleben. Die Studie zeige, dass die Entwicklung des BIP pro Kopf von 110.800 US-Dollar aus dem Jahr 2012 auf einen Wert zwischen 36.000 und 42.000 US-Dollar in 2050 ansteigen können, wie es aktuell die Werte in Frankreich und Deutschland seien. (ls)