Der brasilianische Botschafter in China, Clodoaldo Hugueney / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Botschafter in China, Clodoaldo Hugueney / Copyright: Agência Brasil

Brasilien soll seine Exporte nach China in weitere Sektoren ausbauen, so teilte der brasilianische Botschafter Chinas, Clodoaldo Hugueney, während einer Veranstaltung des Verbandes für brasilianischen Außenhandel (Associação de Comércio Exterior do Brasil, kurz: AEB) in Rio de Janeiro mit.

Zu den brasilianischen Exportprodukten nach China zählen vor allem Soja, Eisenerze und Erdöl. Der Botschafter ist jedoch der Meinung, dass Brasilien sein Angebot ausweiten sollte und sich nicht nur auf den Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten und Fabrikaten konzentrieren solle.

Hugueney erinnerte daran, dass Brasilien bereits Maschinen des Flugzeugherstellers EMBRAER nach China exportiere. Das brasilianische Unternehmen nehme 75 Prozent des chinesischen regionalen Luftverkehrsmarktes ein. Des Weiteren hob er den Vertragsabschluss dieser Woche zwischen dem Unternehmen BRF Foods mit einer großen chinesischen Kette für Fleischerzeugnisse und andere Produkte hervor. Dieses Abkommen würde die brasilianische Präsenz am chinesischen Markt für Fleischwaren noch erhöhen, in dem Brasilien bereits eine Führungsrolle einnimmt.

Hugueney sagte, dass die brasilianische Regierung daran arbeite, ihr Angebot auszuweiten, um einen „qualitativen Sprung“ zu machen. Allerdings brauche man hierbei nicht nur die Bemühungen der Regierung.

Selbst mit der derzeitigen Produktpalette steigen brasilianische Exporte nach China von Jahr zu Jahr und erzeugen signifikante Handelsüberschüsse, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr in Höhe von elf Milliarden US-Dollar. (ds)