Logo des Sozialprogramms Rede Cegonha / Copyright: Rede Cegonha

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In Anlehnung an den Internationalen Frauentag, der am 08.03. gefeiert wird, betonte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestern (05.03.) Fortschritte beim Schutz der Frau vor Gewalt durch die Stärkung des Gesetzes Maria da Penha. Auch gäbe es Verbesserungen im Gesundheitswesen und man verzeichne eine Reduzierung der Muttersterblichkeit um 19 Prozent im vergangenen Jahr.

Laut Rousseff würde das Programm Rede Cegonha („Storchennetz“) bereits ca. 1.700 brasilianische Gemeinden erreichen und damit mehr als 900.000 Schwangere. Der Tod von Schwangeren sei vor allem auf Bluthochdruck, Diabetes, Blutungen und Infektionen zurückzuführen. All diese Krankheiten könnten aber behandelt und durch Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert werden.

Im wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) teilte Rousseff außerdem mit, dass schwangere Frauen ab April, die die Leistungen des Programms Rede Cegonha in Anspruch nehmen, mit 50 Reais (ca. 21,8 Euro) rechnen können, die die Kosten einer Busfahrt in das nächstgelegene Krankhaus abdecken, in dem Vorsorgeuntersuchen durchgeführt werden sollen. Mehr als 240.000 schwangere und stillende Frauen bekommen durch das Sozialprogramm Bolsa Família bereits 32 Reais (rund 13,9 Euro).

Die Präsidentin betonte des Weiteren die Fortschritte bei Krebsvorsorgeuntersuchungen. So wurden 2011 11,3 Millionen Vorsorgeuntersuchungen gegen Gebärmutterkrebs vorgenommen und 3,4 Millionen Mammografien im ganzen Land, was ein Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmache.

Rousseff ist der Meinung, dass das 21. Jahrhundert ein „Jahrhundert der Frauen“ sei, in dem sich die Frau stärker am sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Landes neben dem Mann behaupten werde. Gegen die Diskriminierung von Frauen müsse weiterhin angekämpft werden. (ds)



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