Logo des brasilianischen Tourismusministeriums / Copyright: Ministério do Turismo

Logo des brasilianischen Tourismusministeriums / Copyright: Ministério do Turismo

Das brasilianische Tourismusministerium verteilte gestern (05.01.) eine vorläufige Liste mit 184 Reisezielen für Touristen, die nach Brasilien zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 kommen. Die Idee bestehe darin, dass der brasilianische oder ausländische Besucher das Land besser kennenlernt und trotzdem in der Nähe der zwölf Gastgeberstädte bleibt.

Die ausgesuchten Reiseziele befinden sich in einem Umkreis von 300 Kilometern von den Gastgeberstädten entfernt, mit einer maximalen Reisezeit von drei Stunden auf dem Land- und zwei Stunden auf dem Luftweg.

Das Tourismusministerium rechne damit, dass ca. 600.000 ausländische Touristen und drei Millionen Brasilianer im Land während der WM umherreisen werden. Insgesamt mache das ungefähr 7,8 Millionen Reisen aus.

Zur Förderung der Orte, die den Touristen empfohlen werden, sehe die brasilianische Regierung Investitionen in Höhe von 151 Millionen Reais (rund 64,3 Millionen Euro) vor, die in Werbekampagnen und Kooperationen fließen. Parallel dazu versuche das Brasilianische Tourismusinstitut (Instituto Brasileiro de Turismo, kurz: EMBRATUR), für Marketingaktionen im Ausland 139 Millionen Reais (ca. 59,2 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen.

Ricardo Moesch, Abteilungsleiter und Mitarbeiter des Tourismusministeriums, teilte mit, dass die 184 ausgewählten Reiseziele auf einer Studie beruhen, die die Präferenzen und Wünsche der Touristen analysiert hat.

Moesch äußerte sich auch, dass die Reiserouten für die 184 Ziele zur WM sicherlich stärker frequentiert werden. Aus diesem Grund sehe er die Notwendigkeit, Charter- und Linienflüge verstärkt anzubieten. Einige Schwierigkeiten würden allerdings immer noch bestehen, an denen gearbeitet werden müsse. So erwähnte Moesch zum Beispiel das Problem, dass einige Orte nicht ausreichend auf die Touristen vorbereitet seien.

Die Liste mit den Reisezielen wurde vom Tourismusministerium in Zusammenarbeit mit der EMBRATUR und den Tourismusbüros der jeweiligen Bundesstaaten entwickelt, um den Tourismus anzukurbeln sowie zusätzliche Gelder zur Verfügung zu stellen und Arbeitsplätze während der WM zu schaffen. (ds)