Der Nationalkongress in Brasilia / Copyright: Creative Commons, M.J. Vieira

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Am Wochenende haben auf dem G8-Gipfel in Camp David, USA die Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten sehr lange über die Staatsverschuldung und den Umgang mit neuen Schulden diskutiert. Die Linie des Gremiums der Industriestaaten ist dabei, weniger Schulden machen zu wollen und die Staatsverschuldung zu reduzieren.

Brasilien hat zur gleichen Zeit am Wochenende in einer Vorausplanung die Ausgabengrenze der öffentlichen Haushalte um 1,3 Milliarden Reais (ca. 500 Millionen Euro) angehoben. Dies ist einer Veröffentlichung des Planungsministeriums (Ministério do Planejamento) zu entnehmen, welche die Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Hand evaluiert.

Mit den nun veröffentlichten Zahlen betragen die Einnahmen der brasilianischen Regierung, abzüglich der Überweisungen an die Bundesstaaten und Gemeinden, nach den derzeitigen Planungen 4,9 Milliarden Reais (rund 1,9 Milliarden Euro) in 2012. Auch sind weitere Einnahmen aus Lizenzen und Konzessionen in Höhe von 3,8 Milliarden Reais (ca. 1,5 Milliarden Euro) sowie Einnahmen von 3,7 Milliarden Reais (1,4 Milliarden Euro) aus Zinsen geplant. Sollten diese Vorausberechnungen stimmen, dann belaufen sich die Einnahmen der brasilianischen Regierung insgesamt auf 12,4 Milliarden Reais (rund 4,8 Milliarden Euro).

Die Regierung plant ebenso, die derzeitigen Überweisungen an die Bundesstaaten und Gemeinden in der Höhe von 1,5 Milliarden Reais (rund 600 Millionen Euro) weiter abzusenken und so ihre eigenen verfügbaren finanziellen Mittel zu erhöhen. Die notwendigen Ausgaben haben sich in der Projektion für 2012 um 2,6 Milliarden Reais (ca. eine Milliarde Euro) gesteigert, weshalb nun auch die Anhebung der Ausgabengrenze erfolgte. (mas)