Der brasilianische Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antonio Raupp, beim Programm „Bom Dia Ministro“ / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antonio Raupp, beim Programm „Bom Dia Ministro“ / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung wird eine Studie über Stellen im technischen Sektor hinsichtlich derjenigen Studenten durchführen, die durch das Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras) gefördert wurden. Laut des Ministers für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antonio Raupp, sei die Idee hinter diesem Vorhaben, den Studenten die passenden Arbeitsplätze zuzuweisen. Denn die Regierung zeige sich besorgt, dass diese Studenten keine angemessenen Stellen in Brasilien bekämen, wie in privaten und staatlichen Firmen oder Technikzentren, die die technologischen Innovationen vorantreiben.

Trotz der erwähnten Vorhaben des Ministers stehen die Diskussionen in der Regierung noch am Anfang und finden im Präsidentenpalast, dem sogenannten Palast der Hochebene, statt. Im Programm arbeiten das Bildungsministerium, das Ministerium für Wissenschaft, Technik und Innovation und die entsprechenden Verbände für wissenschaftliche Förderung CAPES (Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior) und CNPq (Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico) zusammen.

Die ersten Stipendiaten wurden im Januar dieses Jahres in die Vereinigten Staaten geschickt, das bevorzugte Zielland des Programms, und müssten ab Anfang 2013 wieder nach Brasilien zurückkehren.

Im Moment gäbe es offene Plätze für einen Austausch in sieben Ländern. Laut Raupp hätte man von den 36.000 Bewerbern der letzten Bewerbungsphase bereits 5.000 ausgewählt. Bei der Auswahl der Kandidaten seien die Notendurchschnitte ausschlaggebend: Die Studenten müssen mehr als 600 Punkte bei der nationalen Sekundärstufen-Prüfung (Exame Nacional do Ensino Médio, kurz: ENEM) vorweisen. Außer dieser Bedingungen sei die Teilnahme an den Mathematikolympiaden öffentlicher Schulen (OBMEP) von Vorteil.

Raupp ist der Meinung, dass man brasilianische Studenten zum Mathematikstudium stärker animieren müsse, denn dieses sei Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung der Wissenschaft im Land. (ds)