Auch in diesem Jahr boomt das Ostergeschäft in Brasilien mit beachtlichen Preisen / Copyright: Agência Brasil
Auch in diesem Jahr boomt das Ostergeschäft in Brasilien mit beachtlichen Preisen / Copyright: Agência Brasil

Auch in diesem Jahr boomt das Ostergeschäft in Brasilien mit beachtlichen Preisen / Copyright: Agência Brasil

Ostern steht vor der Tür und auch in Brasilien profitiert der Einzelhandel vom Ostergeschäft. In den Supermärkten fallen die großen und bunten Schokoladenostereier auf, die von den Decken der Geschäfte hängen und scheinbar ein unverzichtbares Ostergeschenk sind.

Laut Angaben der Getúlio Vargas-Stiftung (FGV) könne allerdings ein merklicher Preisanstieg der Ostereier in den letzten zwei Jahren festgestellt werden, im Durchschnitt sind die beliebten Süßigkeiten um 19,78 Prozent teurer als in 2011, 7,78 Prozentpunkte über dem Inflationsindex im selben Zeitraum.

Im Vergleich zum Vorjahr hingegen, war der Anstieg nicht ganz so hoch und lag nur bei 6,42 Prozent. Erklärbar sei dies mit den niedrigpreisigen Grundlebensmitteln, die für die Herstellung der Eier verwendet werden. So sank in den vergangen zwölf Monaten beispielsweise der Preis von Kakao um zwölf Prozent und von Zucker um elf Prozent. Unter den sieben Bundeshauptstädten, die an der Studie teilnahmen, gab es den größten Anstieg im Vergleich zu 2012 in Porto Alegre (8,35 Prozent) und in São Paulo (8,15 Prozent). Der niedrigste Wert wurde in Belo Horizonte festgestellt (4,03 Prozent). In Rio de Janeiro stieg der Durchschnittspreis um 6,06 Prozent.

Laut des Wirtschaftsexperten des brasilianischen Wirtschaftsinstituts der FGV, André Braz, sei es fast unmöglich, auf den Kauf solcher Ostereier zu verzichten. Die Produkte würden vor allem auf die emotionale Komponente abzielen, vorwiegend bei Kindern. Besonders Kinder, die katholisch erzogen seien, würden auf ihre Ostereier warten. Im Vergleich zu herkömmlichen Schokoladenartikeln sei der Preis der Ostereier enorm hoch. Den Konsumenten rät Braz daher, auch zu diesen Artikeln zu greifen, um Kosten einzusparen oder aber bis kurz vor Ostern zu warten, damit von kurzfristigen Preisreduzierungen profitiert werden kann. (ds)