Brasilien konnte in diesem Jahr im Weltbank-Ranking zur Wirtschaftsfreundlichkeit um drei Positionen aufsteigen / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks
Brasilien konnte in diesem Jahr im Weltbank-Ranking zur Wirtschaftsfreundlichkeit um drei Positionen aufsteigen / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks

Brasilien konnte in diesem Jahr im Weltbank-Ranking zur Wirtschaftsfreundlichkeit um drei Positionen aufsteigen / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks

Das von der Weltbank aufgestellte Ranking der Länder hinsichtlich ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit zeigt, dass Brasilien drei Positionen aufsteigen konnte und sich nun auf Platz 120 befindet. An erster Stelle der insgesamt 189 Länder befindet sich Singapur. Das Dokument erscheint einmal jährlich und misst die Handelsaktivitäten der verschiedenen Wirtschaften und bezieht Faktoren wie den Zugang zu Krediten, Energie, Außenhandel sowie die Eröffnung von Geschäftsprozessen mit ein.

In Betracht auf Lateinamerika und die Karibik wurde festgestellt, dass Kolumbinen (im Ranking auf Platz 34) das Land mit dem leichtesten Zugang zu Handelsaktivitäten ist. Seit 2005 hätte Kolumbien viele Vereinfachungen durchgeführt, wie beispielsweise einen besseren Zugang zu Krediten mittels neuen Gesetzes zwischen 2013 und 2014 ermöglicht. Weitere lateinamerikanische Länder mit guten Handelsaktivitäten sind Peru (Platz 35), Mexiko (Platz 39), Chile (Platz 41), Puerto Rico (Platz 47) und Ecuador (Platz 115). Brasilien liegt vor Argentinien (Platz 124), Bolivien (Platz 157) und Venezuela (Platz 182).

In diesem Jahr führte die Weltbank zum ersten Mal Untersuchungen in zwei Städten bei Ländern mit einer Bevölkerungsdichte über 100 Millionen Einwohner durch. In Brasilien wurde die Umfrage in São Paulo und in Rio de Janeiro getätigt. Laut Einschätzungen des Handelsprofessors, Ricardo Yogui, des brasilianischen Instituts für Kapitalmärkte IBMEC (Instituto Brasileiro de Mercado de Capitais) sei die Verbesserung um drei Plätze im Ranking nur ein leichter Fortschritt. Die Entwicklung würde aber Ergebnisse in der Wirtschaft widerspiegeln: Es hätte Investitionen in den Energie- und in den Erdölsektor gegeben, was internationales Interesse auf sich ziehe. Auf der anderen Seite bremsen zwei Faktoren, die Infrastruktur und die Bürokratie, die Handelsaktivitäten des Landes erheblich ab. In diesen Bereichen müsse Brasilien noch mehr voranschreiten, so Yogui. (ds)