Der brasilianische Wirtschaftsexperte Rogério Borges de Oliveira stellt den Human Development-Bericht vor / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Wirtschaftsexperte Rogério Borges de Oliveira stellt den Human Development-Bericht vor / Copyright: Agência Brasil

Der Human Development Index (HDI) Brasiliens, der durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, kurz: UNDP) gemessen wird, stieg auf 0,718 Punkte im Jahr 2011 an, im Vorjahr lag er bei 0,715 Punkten. Damit erreicht Brasilien im Ländervergleich den 84. Rang.

Die Studien beziehen sich auf Daten im Gesundheitswesen, in der Bildung sowie im Einkommen. Die Kategorisierung erfolgt mit einem Punktesystem von null bis eins, wobei die Zahl eins die am stärksten entwickelten Länder darstellt. In diesem Jahr wurden 99 Prozent der Weltbevölkerung, das heißt 187 Länder, in die Wertung mit einbezogen, 18 mehr als im vergangenen Jahr. Norwegen erreicht mit 0,943 Punkten den höchsten Wert und der Kongo mit 0,286 Punkten den niedrigsten HDI.

Dass der HDI Brasiliens angestiegen ist, sei laut Spezialisten des Berichts Human Development 2011 vor allem auf die höhere Lebenserwartung im Land zurückzuführen, ein Parameter, der zum Errechnen der Werte im Bereich des Gesundheitswesens verwendet wird. Hier konnte ein Anstieg von 73,1 Jahren auf 73,5 Jahren verzeichnet werden. Dieses Ergebnis würde verschiedene Aspekte widerspiegeln, wie den Rückgang der Sterblichkeitsrate und den besseren Zugang zu Sanitärtechnik, so der Wirtschaftsexperte der UNDP, Rogério Borges Oliveira.

Das brasilianische Pro-Kopf-Einkommen stieg ebenso in diesem Zeitraum an, von 9.800 US-Dollar auf 10.100 US-Dollar. Im Bildungswesen blieb der Wert in Brasilien gleich, da die gleichen Daten von vergangenem Jahr verwendet wurden, um die Möglichkeit zum weltweiten Vergleich zu gewährleisten.

Der Mittelwert der Schulzeit bei der Bevölkerung über 25 Jahren hielt sich konstant bei 7,2 Jahren. Der Wert, der die erwartete Schulzeit der Kinder angibt, die dieses Jahr eingeschult werden, blieb ebenso mit 13,8 Jahren gleich. (ds)