Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink

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In Brasilien wird immer mehr Fair Trade-Kaffee produziert, da die Margen, die mit konventionellem Kaffee erzielt werden, nicht hoch genug sind.

Fair Trade, also „Fairer Handel“, bezeichnet kontrollierten Handel; hierbei werden die Erzeugerpreise über denen des Weltmarktpreises angesetzt, damit Produzenten ein höheres und angemesseneres Einkommen garantiert wird. Internationale Umwelt- und Sozialstandards werden in der Produktion eingehalten.

Laut des Kaffeeproduzenten Luis Carlos Basetto glaube man in Brasilien noch nicht so stark an diese Art von Handel. Erst seit kurzer Zeit kann er die ersten Ernten verkaufen. Der Markt sei in Brasilien im Moment noch überschaubar, hätte aber gute Entwicklungschancen.

25 Prozent der weltweiten Kaffeeproduktion stammt aus Brasilien. Damit gehört das Land zu den größten Kaffeeexporteuren. In den Hauptanbaugebieten Paraná, São Paulo, Minas Gerais und Espírito Santo produziert man hauptsächlich die Sorten Arabica und Robusta. Während die Nachfrage in Brasilien selbst noch gering ist, nimmt sie in den USA zu. Die Kaffeekette Starbucks wolle mittelfristig ebenso auf Fair Trade-Kaffee umstellen.

Die Kaffeepreise für konventionellen Kaffee steigen zurzeit rapide. Der Markt bezahle jedoch nur wenig. Das hat zur Folge, dass die Kaffeeproduzenten oft  nicht einmal die Produktionskosten decken können. Mit Fair Trade-Kaffee sei dies nicht der Fall, man könne sogar mit  Gewinn rechnen.

Auch die Ernte fiele bei konventionellem Kaffee jedes Jahr unterschiedlich aus, was sich ebenso negativ auf den Preis auswirke.

Luis Carlos Basetto setzt sich für die Produktion von Fair Trade-Kaffee ein und konnte bereits weitere Kaffeebauern von seiner Idee überzeugen. Gemeinsam schlossen sie sich zu einer Produzentenvereinigung zusammen, mit dem Ziel der besseren Vermarktung von Fair Trade-Kaffee. (ds)