Die zuständige Sekretärin der Finanzbehörde, Zayda Bastos Manatta, bei der Präsentation der aktuellen Zahlen / Copyright: Agência Brasil

Die zuständige Sekretärin der Finanzbehörde, Zayda Bastos Manatta, bei der Präsentation der aktuellen Zahlen / Copyright: Agência Brasil

Für das Jahr 2011 erwartet die brasilianische Regierung eine Steigerung der Steuereinnahmen um rund 11 Prozent. Anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für November sprach Zayda Bastos Manatta, die zuständige Sekretärin in der nationalen Finanzbehörde, zum ersten Mal in diesem Jahr für den November von keinem Rekord, aber von einem weiter kontinuierlichem Anstieg. So lagen die Steuereinnahmen für Brasilien bei rund 79 Milliarden Reais (rund 32 Milliarden Euro), ein inflationsbereinigter Anstieg um 6,4 Prozent im Vergleich zum November des Vorjahres. Allerdings liegen die realen, bereinigten Einnahmen im Vergleich zum Oktober dieses Jahres um 8,4 Prozent niedriger.

Für die Monate Januar bis November in 2011 belaufen sich die Steuereinnahmen auf rund 873 Milliarden Reais (ca. 359 Milliaren Euro). Die Einnahmen entsprechen einem inflationsbereinigten Zuwachs von 11,7 Prozent im Vergleich zu den gleichen Monaten des Vorjahres. Auch die geschätzten Steuereinnahmen für 2012 lassen ein weiteres Wachstum erwarten. Mit dem Verweis auf die aktuelle internationale Wirtschaftskrise ist das erwartete Wachstum jedoch mit einigen Unsicherheiten behaftet. Die Finanzbehörde hat eine Herausforderung für 2012, so Zayda Bastos Manatta bei der Veröffentlichung der Zahlen, und wir werden daran arbeiten, dieser Herausforderung seitens der Finanzbehörde entsprechend zu begegnen.

Zum Wachstum der Steuereinnahmen hat im Wesentlichen der Anstieg des Anteils aus der Lohnsteuer beigetragen. Die Steuereinnahmen durch die Arbeitnehmerbeiträge stiegen um 15,6 Prozent. Einnahmen aus Steuern von Produktion, Verkauf und Dienstleistung wuchsen dazu vergleichsweise geringer. So sind die Steuereinnahmen aus der Produktion nur um rund 0,9 Prozent gestiegen und aus Handel und Dienstleistung um rund acht Prozent. (mas)