Derzeit untersucht die brasilianische Regierung Möglichkeiten zur Steuerreduzierung von Grundnahrungsmitteln / Copyright. Agência Brasil
Derzeit untersucht die brasilianische Regierung Möglichkeiten zur Steuerreduzierung von Grundnahrungsmitteln / Copyright: Agência Brasil

Derzeit untersucht die brasilianische Regierung Möglichkeiten zur Steuerreduzierung von Grundnahrungsmitteln / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (05.02.) bei einem Radiointerview im Bundesstaat Paraná mit, dass die Regierung derzeit Möglichkeiten untersuche, wie Grundnahrungsmittel von der Steuer befreit werden können und wie das veraltete Steuerkonzept überarbeitet werden kann. Laut Rousseff würde diese Maßnahme dazu beitragen, dass die Inflation 2013 geringer ausfallen wird.

„Da das Gesetz für die Grundnahrungsmittel ziemlich alt ist, untersuchen wir derzeit die Produkte, die im Warenkorb enthalten sind, mit dem Ziel sie vollständig von den Steuern zu befreien“, so die Präsidentin. Was die Inflation betrifft, so würden verschiedene Faktoren dazu beitragen, dass die Rate in diesem Jahr zurückgehe. Der Hauptfaktor sei die Reduzierung der Strompreise für Privathaushalte um bis zu 18 Prozent und für die Produktion um 32 Prozent. Ein positiver Nebeneffekt wäre außerdem, dass durch diese Maßnahme die Herstellung angekurbelt wird, neue Verträge abgeschlossen werden und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gesteigert werden kann.

Was sich allerdings negativ auf die Inflation auswirken würde, sei der Anstieg der Benzinpreise. Rousseff argumentierte aber, dass diese Erhöhung viel geringer wäre, als die Vorteile, die die Reduzierung der Strompreise mit sich bringt. Außerdem würden eine Reihe politischer Maßnahmen der Regierung, wie die Reduzierung des Basiszinssatzes, Ergebnisse im Land zeigen und zum Wirtschaftswachstum und einer stabileren Wirtschaft beitragen. (ds)