„Brasiliens ressourcenreiche Bundesstaaten sollen künftig mehr abgeben – falls Präsidentin Rousseff die brasilianische Variante des Länderfinanzausgleichs nicht per Veto blockiert. Austragungsort Rio de Janeiro bangt schon um die Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Rios Bürgermeister Eduardo Paes hat nichts dem Zufall überlassen. Um möglichst viele Demonstranten gegen das neue Gesetz zur Verteilung der Öleinnahmen auf die Straße zu bringen, gab er den städtischen Bediensteten kurzerhand frei und ließ Busse und U-Bahnen kostenlos fahren. Die Rechnung ging auf: Bis zu 200.000 Menschen protestierten am Montagabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro dagegen, dass ihr Bundesstaat schon 2013 auf umgerechnet 1,3 Mrd. Euro verzichten soll – zugunsten ärmerer Bundesstaaten im Landesinneren. Rios Finanzplanung für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 wäre damit Makulatur. Helfen kann der stolzen Stadt am Zuckerhut jetzt nur noch eine: Präsidentin Dilma Rousseff.“ (FTD.de)

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