Studentenprotest in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Studentenprotest in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Die Studenten, die sich in den vergangenen Tagen vor dem Bildungsministerium (Ministério da Educação, kurz: MEC) versammelt hatten, um den Streik der Professoren der staatlichen Universitäten zu unterstützen, zerstörten die Scheibe des Eingangs und einige Fenster im Erdgeschoss des Gebäudes. Darüber hinaus kam es zur Konfrontation mit Sicherheitskräften der Militärpolizei, welche die Demonstration begleitet hatten.

Nach Angaben von Daniel Iliescu, Präsident der Nationalen Studentenvereinigung (União Nacional dos Estudantes, kurz: UNE), war die Gruppe, die das Gebäude angegriffen hatte, eine Minderheit. Zudem kritisierte er die harte Vorgehensweise der Polizei.

Eine Gruppe von fast 1.000 Studenten versammelte sich gestern (7.6.) vor dem Ministerium, um ihre Solidarität mit den Universitätsdozenten auszudrücken, die sich seit 20 Tagen im Streik befinden.

In vereinzelten Institutionen kam es darüber hinaus zu Streiks unter den Studenten. Iliescu betonte, dass die Möglichkeit eines nationalen Studentenstreiks bestünde. Darüber solle während der Versammlung des Nationalen Rates der Allgemeinen Körperschaften (Conselho Nacional de Entidades Gerais, kurz: Coneg) entschieden werden, wenn die zentralen Vorstände der Studenten diesen Monat zusammenkämen.

Bildungsminister Aloizio Mercadante traf sich indes mit den nationalen Streikführern. Er gab bekannt, dass man in der kommenden Woche die Verhandlungen wieder aufnehmen wolle.

Die zentrale Forderung der Dozenten ist die Überarbeitung des Karriereplans. Im vergangenen Jahr versprach die Regierung eine Gehaltsanpassung um vier Prozent. Der erste Punkt wurde bereits umgesetzt, lediglich die Revision des Karriereplans wurde noch nicht vollzogen. (sg)