Brasilien: Studie fordert Investitionen in erneuerbare Energie

16.08.2012 | Politik |
Bislang werden lediglich 9 Prozent der Gesamtenergie aus erneuerbaren Quellen gewonnen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Nicole Gordine

Bislang werden in Brasilien lediglich neun Prozent der Gesamtenergie aus erneuerbaren Quellen gewonnen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Nicole Gordine

Im Rahmen des 8. Brasilianischen Kongresses für Energieplanung (Congresso Brasileiro de Planejamento Energético) in Curitiba wurde die Studie „Jenseits von großen Wasserkraftwerken” (Além de Grandes Hidrelétricas) vorgestellt. Die Studie fordert unter anderem klar definierte Ziele des Staates zum Thema erneuerbare Energien. Zukünftig sollen mehr Alternativen zu den großen Wasserkraftwerken geschaffen werden.

Die Studie verlangt darüber hinaus, dass Quoten für den Einsatz von erneuerbaren Energien festgelegt werden und das Projekte, die Alternativen schaffen wollen, subventioniert werden. Der Ergebnisbericht der Studie will außerdem die Politik zu mehr steuerlichen Anreizen und besseren Kreditbedingungen anregen, um bestimmte Projekte zu unterstützen. Der Forscher Paulo Henrique de Mello Sant’Ana setzt sich für neue Anreize und Subventionen ein. Seiner Meinung nach würde es ansonsten zu keinen ernsthaften Investitionen von Seiten der Unternehmen kommen.

Beauftragt wurde die Studie von der Nichtregierungsorganisation (NRO) WWF-Brasilien und schließt Wissenschaftler von diversen Universitäten und von der internationalen NRO Energy Initiative ein. Die Studie schlägt einen Ausbau der Windenergie, der Energiegewinnung durch Biomasse und die Konstruktion von kleinen zentralen Wasserkraftwerken um 40 Prozent vor.

Von 2.400 Energieunternehmen nutzen momentan nur 777 Unternehmen (rund 32,4 Prozent) erneuerbare Energiequellen. Bislang werden rund neun Prozent von Brasiliens gesamter Energie durch erneuerbare Quellen produziert. Die Forscher der Studie sind sich einig, dass Brasilien sein Potenzial in diesem Bereich deutlich ausbauen kann und dieses nutzen sollte. (sg)


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