Vor allem im weiterverarbeitendem Gewerbe und im Bausektor wurden neue Arbeitsplätze geschaffen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomas Castelazo
Vor allem im weiterverarbeitendem Gewerbe und im Bausektor wurden neue Arbeitsplätze geschaffen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomas Castelazo

Vor allem im weiterverarbeitendem Gewerbe und im Bausektor wurden neue Arbeitsplätze geschaffen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomas Castelazo

In Brasilien wird rund die Hälfte aller neu geschaffenen Arbeitsplätze von schnell wachsenden Unternehmen geschaffen, die in einem Zeitraum von drei Jahren ihre Angestelltenzahl um mindestens 20 Prozent erhöhen (Empresas Empreendedoras).

Das brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) hat in diesen Tagen einen Bericht veröffentlicht, der Informationen über den brasilianischen Arbeitsmarkt gibt. Nach Angaben des IBGE haben die Empresas Empreendedoras im Zeitraum von 2007 – 2010 50,3 Prozent aller neuen Arbeitsplätze geschaffen. Dabei machen die Firmen lediglich 1,5 Prozent aller brasilianischen Unternehmen aus. Bei der Erhebung wurden Fusionen und Übernahmen von Unternehmen nicht berücksichtigt und lediglich neu entstandene Stellen einberechnet.

Innerhalb der Empresas Empreendedoras stellte die weiterverarbeitende Industrie die meisten neuen Arbeitsplätze zur Verfügung. Dieser Industriezweig schaffte mehr als 536.000 neue Posten. Zu den weiteren Gewerben, die für einen Großteil der Stellen verantwortlich sind, gehören der Verwaltungs- und Dienstleistungssektor (mit 553.000 Stellen), das Baugewerbe (mit 551.000 Stellen) und der Automobilsektor (mit 420.000 Stellen).

Wenn auch die Quantität an Arbeitsplätzen in den wachstumsreichen Unternehmen vorbildlich ist, so sorgt sich Claudia Meirelles vom Institut Endeavor, das zusammen mit dem IBGE den Bericht verfasste, um die Qualität der Arbeitsbedingungen. Das Durchschnittsgehalt sei deutlich niedriger als in anderen brasilianischen Unternehmen, erklärte Meirelles. Außerdem würden vor allem Männer eingestellt werden und keine Jobs für höher qualifizierte Personen entstehen. (sg)