Nachhaltige Entwicklungsprojekte sollen zukünftig durch Spezialisten betreut werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, joão henrique rosa
Nachhaltige Entwicklungsprojekte sollen zukünftig durch Spezialisten betreut werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, joão henrique rosa

Nachhaltige Entwicklungsprojekte sollen zukünftig durch Spezialisten betreut werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, joão henrique rosa

Brasilianische Studenten der Ländlichen Universität Rio de Janeiros (Universidade Federal Rural do Rio de Janeiro, kurz: UFRRJ) werden in den kommenden Wochen nachhaltige Entwicklungsprojekte in Mosambik begleiten. Die Studenten eines Postgraduierten-Studiengangs werden dabei von der Internationalen Vereinigung von Master-Absolventen, die in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit tätig sind, unterstützt (Associação Internacional de Mestrados em Práticas em Desenvolvimento Sustentável, kurz: GlobalMDP). Insgesamt sind rund 22 internationale Institutionen Mitglieder der Vereinigung.

Die Idee zur Etablierung eines Studiengangs, der sich auf den Erfolg von nachhaltigen Entwicklungsprojekten konzentriert entstand im Jahr 2008, als bei einem Treffen der UNO beanstandet wurde, dass es kaum Entwicklungshelfer gebe, die auf die Qualität und den Erfolg nachhaltiger Projekte spezialisiert seien. Daraufhin wurde in Rio de Janeiro ein solcher Studiengang geschaffen. Nach dem Abschluss eines Studiums können brasilianische Studenten sich nun für diesen Postgraduierten-Studiengang bewerben. Voraussetzung ist laut Koordinator und Professor Rodrigo Medeiros, neben einem Hochschulabschluss, eine enorme Motivation, nachhaltig arbeiten zu wollen.

Das Studium bestehe neben theoretischen Teilen vor allem aus praxisnahen Einheiten, die den Studenten einen Einblick in die Realität der Entwicklungsarbeit bietet. Dabei reisen die Studenten zu Projekten ins brasilianische Hinterland, ins Amazonasgebiet oder nach Mosambik.

Im Zuge einer Partnerschaft mit der mosambikanischen Universität in Lúrio (Universidade de Lúrio, kurz: Unilurio) werden in der Region Niassa Projekte ins Leben gerufen und langfristig betreut. Ein Projekt wird die Analyse der landwirtschaftlichen Produktion von Kleinbauern sein, um deren Arbeitsabläufe nachhaltig zu verbessern. Ein weiteres Projekt wird die Möglichkeiten des Aufbaus von Ökotourismus in Augenschein nehmen.

Nach Abschluss des Studiums werden die Absolventen weitere fünf Jahre bei ihrer Arbeit begleitet, um sie zu unterstützen und so den Erfolg zu gewährleisten. (sg)