Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota über die Mitabeit bei den Friedensverhandlungen mit der FARC / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota über die Mitabeit bei den Friedensverhandlungen mit der FARC / Copyright: Agência Brasil

Brasilien soll an den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC teilnehmen und Unterstützung bei der Umsetzung politischer Maßnahmen für die Familienlandwirtschaft leisten. Laut des brasilianischen Außenministers, Antonio Patriota, seien die Friedensverhandlungen hinsichtlich des in Brasilien entwickelten Programms für Familienlandwirtschaft sehr interessant.

„Wir können auf verschiedenste Art einen Beitrag leisten. Eine der Branchen, die für Kolumbien von besonders starkem Interesse ist, ist die Familienlandwirtschaft. Vor einiger Zeit haben die Länder des Mercosuls, Brasilien, Uruguay und Argentinien, Maßnahmen für diesen Bereich entwickelt. Nun wollen wir kooperieren und unsere Erfahrungen weitergeben“, so der Minister.

Am 19.11. sollen die Verhandlungen in Havanna (Kuba) wiederaufgenommen und dabei die letzten Details des Friedensabkommens festgelegt werden. Im endgültigen Gesetzestext ist die ländliche Entwicklung verankert, die die Familienlandwirtschaft beinhaltet, die Beteiligung der FARC am politischen Leben, das Ende des bewaffneten Konflikts, der Kampf gegen den Drogenhandel und die Garantie zur Erhaltung der Rechte von Opfern.

Repräsentanten der Länder Kuba und Norwegen werden bei den Friedensverhandlungen vermitteln. Chile und Venezuela agieren als Prozessbegleiter. Mitte Oktober wurden die ersten Friedensgespräche an einem geheimen Ort in Norwegen aufgenommen, um dort zunächst einen Fahrplan für die Hauptverhandlungen in Havanna auszuarbeiten und sich über die Rolle der Delegierten aus Norwegen und Venezuela einig zu werden. (ds)