Die Preise von Tomaten stiegen im August am stärksten / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, S. Partl

Die Preise von Tomaten stiegen im August am stärksten / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, S. Partl

Die Lebensmittel waren im August zu mehr als die Hälfte dafür verantwortlich, dass der Inflations-Index IPCA (Índice Nacional de Preço ao Consumidor Amplo) in Brasilien gestiegen ist (0,41 Prozent). Dabei hatten die Preise der Tomaten den größten Einfluss auf die Inflationsrate, mit einem Preisanstieg von 18,96 Prozent.

„Aufgrund der Dürreperiode sowie der internationalen Preiserhöhungen von Produkten wie Soja, Weizen und Mais wegen klimatischen Problemen in den USA und Russland, werden die Preise der Lebensmittel in Brasilien weiterhin nach oben gedrückt“, erklärt Eulina Nunes, Koordinatorin der Preisindexe des Brasilianischen Instituts für Georgrafie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE).

Der Preisanstieg dieser drei Produkte hatte direkte Auswirkungen auf den Geldbeutel der Konsumenten. Der Preis von Sojaöl stieg um 1,25 Prozent, von Weizenmehl um ein Prozent. Der größte Einfluss konnte allerdings indirekt festgemacht werden, da Soja, Weizen und Mais als Futtermittel oder als Zugabe für andere Lebensmittel verwendet werden, wie bei Eiern (3,92 Prozent), Hähnchenfleisch (1,35 Prozent), Nudeln (1,22 Prozent) und Brötchen (0,88 Prozent).

In diesem Jahr erreichten die Lebensmittel eine Inflation von 5,1 Prozent, ein Wert, der wesentlich höher als im gleichen Zeitraum vergangenen Jahres ist (3,51 Prozent).

Auch die Dienstleistungen haben die Inflation beeinflusst. Am stärksten betroffen sind die Kosten für Haushaltshilfen (Anstieg um 9,9 Prozent), Mahlzeiten außer Haus (5,31 Prozent) und Mieten (6,85 Prozent). Laut Nunes ergibt sich eine stärkere Nachfrage nach Serviceleistungen durch den Anstieg der Einkommen und die Erweiterung des Marktes. (ds)