Ende des Jahres werden 51 Prozent der brasilianischen Shopping Center nicht mehr in den Metropolen, sondern in kleinen bis mittelgroßen Städten des Landes stehen. / Copyright: WikiCommons: Luis Dantas
Ende des Jahres werden 51 Prozent der brasilianischen Shopping Center nicht mehr in den Metropolen, sondern in kleinen bis mittelgroßen Städten des Landes stehen. / Copyright: WikiCommons: Luis Dantas

Ende des Jahres werden 51 Prozent der brasilianischen Shopping Center nicht mehr in den Metropolen, sondern in kleinen bis mittelgroßen Städten des Landes stehen. / Copyright: WikiCommons: Luis Dantas

Die Welle neuer Shopping-Center hat seit wenigen Jahren vor allem auch die inneren Landesteile Brasiliens erfasst. Dieses Jahr wird es zum ersten Mal mehr Einkaufszentren auf dem Land geben als in den Metropolregionen. Laut der brasilianischen Vereinigung der Unternehmen der Shopping-Center (Associação das Empresas de Shopping Centers, kurz: Abrasce) werden von den insgesamt 505 Shopping-Centern des Landes am Jahresende 261 in kleinen und mittelgroßen Städten und 244 in den Hauptstädten des Landes stehen.

Dieser Trend zeigt sich deutlich bei den Neuzulassungen. Von den insgesamt 48 geplanten Neubauten sind 34 außerhalb der Ballungsräume geplant. Die Hälfte davon wiederum in Städten, die bisher noch kein Shopping-Center haben. Während noch vor 20 Jahren 85 Prozent dieser Center in den Metropolen zu finden waren, setzte vor einem Jahrzent eine Trendwende ein, die insbesondere in den letzten fünf Jahren erheblich zunahm.

Grund dafür sind die steigenden Einkommen in den kleinen bis mittelgroßen Städten und die relativ geringen Grundstückspreise, die den Investoren Gewinne versprechen. Gerade die hohen Preise für Bauland wiederum machen den Investoren in den Großstädten zu schaffen, was gleichzeitg eine Folge des Verdichtungsprozesses der letzten Jahre ist. Wie die Abrasce berichtet, kommen in den großen Städten noch langwierige Genehmigungsverfahren und Verzögerungen seitens der Behörden hinzu, die die Umsetzung der Vorhaben erschwerten.

Hingegen komme es in den Landgemeinden zu expliziter Förderung von Shopping-Centern. Diese würden vor allem sichere Einnahmen versprechen, wie Luiz Fernando Veiga, Vorsitzender der Abrasce, mitteilte. Zudem erwarteten viele Gemeinden die Schaffung von steuerpflichtigen 2.000 bis 3.000 Arbeitsplätzen. (ms)