Justizminister Cardozo bestätigt Maßnahmen der Terrorabwehr für Olympia. / Copyright: Agência Brasil Brasília - O ministro da Justiça, José Eduardo Cardozo fala na abertura da 2ª Conferência Global de Alto Nível sobre Segurança no Trânsito (Elza Fiuza/Agência Brasil)

Nach den Terroranschlägen am vergangenen Wochenende in Paris wird in Brasilien die Frage der Sicherheit während der Olympischen Spiele 2016 diskutiert. Justizminister José Eduardo Cardozo hat dazu auf einer Pressekonferenz am Mittwoch (18.11.) bekräftigt, dass Brasilien vollkommen vorbereitet sei, um auf eventuelle Pläne für terroristische Anschläge zu reagieren.

Der Minister bestätigte gegenüber der Presse, dass das Sicherheitskonzept für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr auf denen der WM 2014 beruhe. Die Regierung unternehme vielfältige Maßnahmen, um die Sicherheit zu garantieren. Besonders würden die Grenzen beobachtet, um die Einfuhr von Waffen stärkeren Kalibers auf Landesgebiet zu verhindern, berichtet die Zeitung Valor Econômico.

Die Kontrolle der Grenzen sei angesichts von 16.000 km Land- und 8.000 km Wassergrenze eine große Herausforderung, so Cardozo. Aber es bestehe eine permanente Überwachung.

Eine weitere Maßnahme sei der komplette oder vorübergehende Entzug von Visa im Zeitraum der Spiele. Zur Erteilung der Visa stünden die Sicherheitsorgane im direkten Austausch mit den Behörden der Länder der Antragssteller. Das Gesetz zum Visa-Entzug habe bereits beide Parlamentskammern passiert und warte noch auf die Unterzeichnung durch Präsidentin Dilma Rousseff.

In Bezug auf den Islamischen Staat versicherte der Justizminister, dass „weltweit vielerorts Attachés der Bundespolizei mit den lokalen Behörden in intensivem Austausch und Analyse stehen, um eventuellen Situationen entgegen zu wirken“. In Brasilien sei niemals ein Attentat geschehen, was nicht heiße, dass man nicht wachsam sein müsse und doch etwas passieren könne, so der Minister. (ms)

Quelle: Valor Econômico