Die afrikanischen Kulturen in Brasilien haben immer noch Schwierigkeiten, ihre Rechte durchzusetzen. / Copyright: Agência Brasil
Die afrikanischen Kulturen in Brasilien haben immer noch Schwierigkeiten, ihre Rechte durchzusetzen. / Copyright: Agência Brasil

Die afrikanischen Kulturen in Brasilien haben immer noch Schwierigkeiten, ihre Rechte durchzusetzen. / Copyright: Agência Brasil

Die Kulturen afrikanischer Herkunft in Brasilien haben immer noch Schwierigkeiten, in einigen Teilen des Landes ihre Rechte einzufordern. Während eines Seminars der Kulturstiftung von Palmares stellten die Teilnehmer in ihren Diskussionen die Wichtigkeit in den Mittelpunkt, die politische Maßnahmen zu entwickeln, die die Kultur und die Minderheit schützen wie bei dem Recht auf die Staatsbürgerschaft der schwarzen Gemeinden.

Für den Teilnehmer Carlos Eduardo Paz, von Beruf Pflichtverteidiger, von der Arbeitsgruppe Quliambola, Staatsbürgerschaft, Kultur und Identität, werden die afrikanischen Kulturen bislang nicht wirklich von der öffentlichen Hand berücksichtigt. „Das Gesetz ist in vielen Fällen nicht auf die verschiedenen Besonderheiten der Gemeinschaften ausgerichtet mit ihren ganz eigenen Problemen“, so Paz. Und er fügte hinzu, dass auch die Gesetze zum Schutz der schwarzen Kultur in der Praxis nicht alle Probleme in ihrer Gesamtheit berücksichtigten.

Auch Alessandra Ribeiro Martins von der Gemeinde Jongo Dito Ribeiro auf dem Gut Roseiras in Campinas in Sao Paulo sagt, dass die öffentliche Hand nicht genug für die afrikanischen Menschen im Land tut. Laut Martins sollten die entwickelten Maßnahmen mehr in der Praxis der Gemeinden ankommen. „Das Gut Roseiras ist ein wichtiger und symbolischer Ort zur Erhaltung der Bräuche und der schwarzen Minderheit im Land, um diese und viele Demonstrationen der afrikanischen Menschen zu verteidigen.“ (ls)