Umweltverschmutzung trägt laut einer Studie deutlich zur Entstehung von Krankheiten bei / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Eduardo P
Umweltverschmutzung trägt laut einer Studie deutlich zur Entstehung von Krankheiten bei / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Eduardo P

Umweltverschmutzung trägt laut einer Studie deutlich zur Entstehung von Krankheiten bei / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Eduardo P

Eine Studie der Universität von São Paulo (Universidade de São Paulo, kurz: USP), Harvard und der Bundesstaatlichen Universität São Paulos (Universidade Federal de São Paulo, kurz: Unifesp) hat ergeben, dass Menschen, die täglich im Verkehrswesen arbeiten, um ein Vielfaches häufiger an Krankheiten leiden, die auf Umweltverschmutzung zurückzuführen sind. Die Ergebnisse der Studie wurden gestern (23.08.) im Rahmen eines Wissenschaftlichen Seminars zum Thema Umweltverschmutzung (Seminário Científico da Poluição Ambiental) in São Paulo vorgestellt.

Für die Studie begleiteten die Wissenschaftler eine Gruppe von Taxifahrern und Straßenbauingenieuren und zum Vergleich eine Gruppe von Arbeitern, die in einem weitaus weniger belasteten Gebiet arbeiten. Vier Jahre lang begleiteten über 90 Wissenschaftler die Gruppen und beobachteten deren gesundheitlichen Zustand und dessen Entwicklung. Unter den Wissenschaftlern befanden sich unter anderen Augenärzte, Kardiologen und Neurologen.

Professor Paulo Saldiva, der Koordinator der Studie, berichtete, dass die verschmutzte Luft bei der ersten Gruppe Augen- und Lungenentzündungen hervorrief und Herzbeschwerden und Bluthochdruck aufgrund der Verschmutzung zu verzeichnen waren. All dies steigere das Risiko für Krebserkrankungen, erklärt Saldiva. Es sei eine Relation zwischen Verschmutzung und dem Befinden des menschlichen Organismus zu erkennen, so der Professor. Je mehr Verschmutzung der Körper ausgesetzt sei, desto eher verschlechtere sich der Zustand des Organismus. (sg)