Treffen der vier Wirtschaftsvertreter Brasiliens ud Mexikos in Brasilia / Copyright: Agência Brasil

Treffen der vier Wirtschaftsvertreter Brasiliens und Mexikos in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Gestern (28.02.) haben sich brasilianische und mexikanische Vertreter in einer weiteren Verhandlungsrunde, der zweiten innerhalb eines Monats, zusammen gefunden. Thema war die Überprüfung der Ergänzung ihres bilateralen Abkommens zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit (Acordo de Complementação Econômica) im Automobilsektor, welche seit 2003 gültig ist und den Handel mit Automobilen zwischen beiden Ländern regelt.

Aus den brasilianischen Reihen waren die Minister Antonio Patriota (Außenminister) und Fernando Pimentel (Wirtschaftliche Entwicklung, Industrie und Außenhandel) anwesend. Sie trafen in Brasília auf den mexikanischen Wirtschaftssekretär, Bruno Ferrari, und die mexikanische Sekretärin für Außenbeziehungen, Patricia Espinosa.

Unter anderem waren es die Uneinigkeit über Export- und Importquoten sowie ein erster negativer Saldo für Brasilien nach mehr als zehn Jahren des Abkommens, die die Gesprächspartner zusammenbrachten.

Unter den vorgeschlagenen Änderungsmaßnahmen nannte Brasilien die Einführung eines Systems flexibler Importquoten und die eventuelle Einbeziehung von LKWs und schweren Fahrzeugen in das Abkommen, welches bisher nur Passagierfahrzeuge beinhaltete.

Die Handelsbilanz, so äußerte sich Brasiliens Regierung, habe unter der erhöhten Einfuhr mexikanischer Fahrzeuge und dem Rückgang brasilianischer Exporte gelitten. Das Land beschwerte sich über ein allein im letzten Jahr verursachtes Handelsdefizit mit Mexiko von etwa 1,7 Milliarden US-Dollar. Mexiko bestätigte zwar einen großen Überschuss in seiner Handelsbilanz für den Sektor Automobile im Jahr 2011, wies jedoch darauf hin, dass das Land seit Beginn des Abkommens ein Defizit von beinahe 10 Milliarden US-Dollar angesammelt habe. (jv)