Brasilien will seinen Bürgern auch in den USA stärker auf die Finger schauen, wenn es um Steuerangelegenheiten geht. / Copyright: Wikimedia Commons, JohnKolter
Brasilien will seinen Bürgern auch in den USA stärker auf die Finger schauen, wenn es um Steuerangelegenheiten geht. / Copyright: Wikimedia Commons, JohnKolter

Brasilien will seinen Bürgern auch in den USA stärker auf die Finger schauen, wenn es um Steuerangelegenheiten geht. / Copyright: Wikimedia Commons, JohnKolter

Der Finanzminister, Guido Mantega, und die Botschafterin der Vereinigten Staaten in Brasilien, Liliana Ayalde, haben am Dienstag (23.9) eine Vereinbarung für den automatischen Austausch von Steuerinformationen unterzeichnet. Es gab bereits eine ähnliche Vereinbarung zwischen den beiden Länder für den Austausch von Informationen von 2007, aber die Übertragung der Daten musste demnach nicht unmittelbar passieren.

Die neue Vereinbarung zielt darauf ab, beiden Regierungen den Zugang zu Informationen über amerikanische Steuerzahler zu erleichtern, die Gelder in Brasilien bewegen, sowie über brasilianische Steuerzahler, die das gleiche in den USA tun. Ab jetzt werden die Finanzinstitute in Brasilien die Daten der nordamerikanischen Bürger zuerst an das Finanzamt weiterleiten, das diese an den sogenannten Internal Revenue Service (IRS) weitergibt, die Steuerbehörde der USA.

Wegen des Grundsatzes der Gegenseitigkeit wird Brasilien die gleichen Vorteile haben. Das brasilianische Finanzamt wird aus den USA Informationen über die Finanztätigkeiten der brasilianischen Steuerzahler erhalten. Nach Angaben des Finanzministeriums wird der Datenaustausch unter gegenseitiger Vertraulichkeit stattfinden.

Die Vereinbarung ist Teil der globalen Bemühungen, angestoßen durch die 20 größten Volkswirtschaften der Welt (G-20), um Steuerflucht zu verhindern, wenn Steuerzahler Geld zwischen Ländern bewegen, um weniger Steuern zu zahlen. (ls)