Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira / Copyright: Agência Brasil

Die US-amerikanische und die brasilianische Regierung haben gestern (16.08.) ein Abkommen für eine Kooperation in der Umweltpolitik unterzeichnet, um so die urbane Nachhaltigkeit in beiden Staaten zu fördern. Demnach werden die beiden Länder Erfahrungen austauschen und gemeinsame Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Luftqualität, Abfallentsorgung, Energienutzung und Recycling entwickeln und durchführen.

Der brasilianischen Umweltministerin Izabella Teixeira zufolge wurden zwei Arbeitsgruppen als Teil der Kooperation gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt haben, eine gemeinsame Agenda für beide Länder auszuarbeiten. Teixeira hob hervor, dass Brasilien langjährige Erfahrung mit Nachhaltigkeits-Initiativen habe, die auch für andere Nationen als Vorbild dienen können.

,,Wir haben bereits viele eigene Lösungen entwickelt. Diese sind innovativ und zeigen Möglichkeiten auf, die Armut zu bekämpfen, Arbeitsplätze und eine saubere Umwelt zu schaffen. Durch die Zusammenarbeit mit den USA werden auch US-amerikanische Ansätze und Erfahrungen involviert, aber die US-Amerikaner sind auch an den Brasilianern interessiert“, erklärt die Umweltministerin. Die Herausforderung bestehe darin, mit dem privaten Sektor und der Gesellschaft gemeinsam eine neue Agenda für städtische Nachhaltigkeitsformen zu entwickeln.

Die Leiterin der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde, Lisa Jackson, betonte, dass ein Großteil der Weltbevölkerung in Städten lebe und daher auch Strategien entwickelt werden müssen, welche die Nachhaltigkeit in urbanen Zentren schaffe. Weiterhin seien die gemeinsam entwickelten Lösungen nicht nur für Städte in Lateinamerika, sondern auch für die gesamte Welt geeignet.

Das gemeinsame Abkommen ist das Ergebnis des bilateralen Treffens von US-Präsident Barack Obama und der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff im März dieses Jahres. Beide haben diverse Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen beider Staaten zu erleichtern. (gp)