Brasilien und die USA wollen sich bezüglich eines Handelsabkommen nähern / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, gemeinfrei
Brasilien und die USA wollen sich bezüglich eines Handelsabkommen nähern / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, gemeinfrei

Brasilien und die USA wollen sich bezüglich eines Handelsabkommen nähern / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, gemeinfrei

Gestern (30.09.) reisten der brasilianische Außenminister Luiz Alberto Figueiredo und der Landwirtschaftsminister Neri Geller nach Washington (USA), um heute eine Tagung mit dem nordamerikanischen Handelsminister Michael Froman wahrzunehmen. Gegenstand des Treffens sind Verhandlungen über ein gemeinsames Handelsabkommen. Brasilien hatte sich an die Welthandelsorganisation WTO aufgrund der amerikanischen Zölle gewandt, da diese besonders negative Auswirkungen auf die Baumwollprodukte hatten.

Im Jahr 2009, sieben Jahre nach der erste Konsultation Brasiliens der WTO und der Feststellung, dass die Zölle der USA schädlich für brasilianische Landwirte sind, erhielt Brasilien von der WTO das Recht zu Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA in Höhe von bis zu 829 Millionen US-Dollar. Da diese aber negative Konsequenzen mit sich führen konnte, entschied man sich für ein Abkommen, in dem die USA jährlich 147,3 Millionen US-Dollar an das brasilianische Baumwollinstitut IBA (Instituto Brasileiro do Algodão) zahlen musste. Im Oktober 2013 wurde die Zahlung seitens der USA schließlich eingestellt, da durch den nordamerikanischen Kongress ein neues Landwirtschaftsgesetz (Farm Bill) verabschiedet wurde.

Sollte nun das neue Abkommen zwischen Brasilien und den USA abgeschlossen werden, dann wäre es die erste konkrete Annährung der beiden Länder seit dem Spionageskandal des vergangenen Jahres. (ds)