Brasilien: Uneinigkeit über Veröffentlichung von Gehältern

02.08.2012 | Politik |
Der Sarney erachtet die Veröffentlichung der Gehälter inklusive der dazugehörigen Namen nicht als wichtig / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des Senats José Sarney erachtet die Veröffentlichung der Gehälter inklusive der dazugehörigen Namen nicht als wichtig / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien herrscht seit längerem eine Diskussion darüber, ob man die Gehälter von Angestellten des Staates öffentlich machen sollte oder nicht. Die einen plädieren für mehr Transparenz, die anderen sehen in der Veröffentlichung keine Notwendigkeit.

Der Präsident des brasilianischen Senats José Sarney, erklärte gestern (1.8.), dass man sich nun generell dafür entschieden habe, die Gehälter zu veröffentlichen. Er sehe aber keinen Vorteil darin, die Gehälter mit Namen preiszugeben. Eine Bekanntmachung des Gehalts mit der dazugehörigen Position sei ausreichend, so Sarney. Ob dies tatsächlich geschehe sei jedoch Aufgabe der Generalkanzlei der Union (Advocacia-Geral da União, kurz: AGU). Die AGU werde eine gerechte Entscheidung, fernab von der emotionalen Diskussion in der Politik, fällen, betont Sarney.

Der Präsident der Abgeordnetenkammer Marco Maia sprach sich jedoch deutlich für die Bekanntmachung der Gehälter inklusive Namen aus. Er verteidigt eine vollkommene Transparenz der Gehälter, wozu eben auch die Veröffentlichung der dazugehörigen Namen gehöre. Er sieht darin kein Problem. Die brasilianische Bevölkerung dürfe ruhig wissen, wie viel der Staat seinen Mitarbeitern zahle.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff machte unterdessen deutlich, dass sie unter keinen Umständen eine Störung des normalen Staatsbetriebes innerhalb der Regierung, aufgrund dieser Diskussion, dulde. Die Regierung vertraue bei der Entscheidung vollkommen auf die AGU. (sg)


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