Mit der indigenen Bevölkerung muss ein Dialog initiiert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gleilson Miranda/Governo do Acre
Mit der indigenen Bevölkerung muss ein Dialog initiiert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gleilson Miranda/Governo do Acre

Mit der indigenen Bevölkerung muss ein Dialog initiiert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gleilson Miranda/Governo do Acre

Der leitende Staatssekretär des Ministeriums für Bergbau und Energie (Ministério de Minas e Energia, kurz: MME), Márcio Zimmermann, sprach gestern (11.06.) über die Möglichkeit, zukünftig Wasserwerke in Gebieten von indigenen Gruppierungen erbauen zu können. Diese Option bestehe allerdings nur, wenn man die indigene Bevölkerung als Geschäftspartner anerkennt und als solchen in alle Belange einbezieht, erklärte Zimmermann im Rahmen der Konferenz zum Programm für Beschleunigung und Wachstum (Programa de Aceleração do Crescimento, kurz: PAC 2).

Positiver Vorreiter dieser Idee sei Kanada. In dem nordamerikanischen Land gibt es bereits seit geraumer Zeit offizielle geschäftliche Beziehungen zwischen der indigenen Bevölkerung und dortigen Unternehmern. In Brasilien wäre eine solche Partnerschaft jedoch nur mithilfe von Gesetzesänderungen möglich. Den Indigenen müsste demnach erlaubt werden, eine Gesellschaft zu gründen, die sie dazu berechtigt unternehmerische Beziehungen einzugehen.

Doch abgesehen von einer Angleichung der Gesetze ist vor allem eine Verbesserung des Umgangs mit den Indigenen notwendig. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen indigenen Gruppen und Teilen der brasilianischen Bevölkerung gekommen, wenn es um große Bauprojekte ging, die den Lebensraum der ursprünglichen Völker einschränkten. Bevor es also um die Etablierung von Geschäftsbeziehungen geht, muss zunächst ein Dialog zwischen Indigenen und dem Rest der brasilianischen Gesellschaft stattfinden. (sg)