Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff während der Feierlichkeiten zum Vertrag zwischen Petrobras und Vale / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff während der Feierlichkeiten zum Vertragsabschluss zwischen Petrobras und Vale / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (23.04.) mit, dass es für Brasilien strategisch gut sei, die Produktion von Düngemitteln zu erhöhen, um weniger abhängig vom Ausland zu sein, um Kosten einzusparen und die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft zu steigern. Rousseff nahm gestern an den Feierlichkeiten zur Vertragsunterzeichnung des brasilianischen Erdölunternehmens Petrobras und Vale, eines der drei größten Bergbauunternehmen der Welt, teil. Im Rahmen des Vertrages sollen Carnallitreserven im Bundesstaat Sergipe abgebaut werden. Aus diesem Mineral wird Kaliumchlorid gewonnen, das für die Erzeugung von Düngemitteln benötigt wird. In das Projekt sollen bis zu vier Milliarden US-Dollar investiert werden.

„Dünger ist ein entscheidender Faktor für die Ernährungssicherheit, für die Fähigkeit, unsere Bevölkerung zu versorgen, um sicherzustellen, dass unsere Landwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt und um die Produktionskosten zu senken“, so Rousseff.

Der Präsident des Unternehmens Vale, Murilo Ferreira, teilte des Weiteren mit, dass sich in der Gemeinde Rosário do Catete die Hauptquelle für Carnallit befinden werde und entscheidend dazu beitrage, die Abhängigkeit Brasiliens von Düngemittelimporten zu verringern. „Brasilien importiert derzeit 70 Prozent der Düngemittel und erreicht 90 Prozent bei Kaliumimporten. Das Düngemittelangebot steigt, aber auch die Nachfrage danach wächst zunehmend. Brasilien ist schließlich der weltweit viertgrößte Konsument von Dünger.“

Der abgeschlossene Vertrag zwischen den beiden Unternehmen ist Teil des Expansionsprozesses des Unternehmens Vale im Bereich Düngemittel. Mit dem Übereinkommen wird der Abbau von Carnallitreserven für 30 Jahre garantiert. (ds)