Ein Indikator weist auf fehlende Finanzmittel und Strukturen hin. / Copyright: Wikimedia Commons, Tetraktys

Das Institut für angewandte Wirtschaftsstudien (Ipea) hat in dieser Woche den „Index zur sozialen Anfälligkeit“ (IVS) lanciert. Der neue Indikator basiert auf Daten des brasilianischen Statistikamtes IBGE und zeigt fehlende oder unzureichend vorhandene Finanzmittel und Strukturen auf – wie Einkommen, Wohnraum und Bildung.

Laut dem Ipea ist die soziale Anfälligkeit in Brasilien zwischen 2000 und 2010 um 27 Prozent gesunken, was vor allem durch das verbesserte Einkommen der Bevölkerung beeinflusst wurde. Das Ergebnis ist Teil der Veröffentlichung des Ipea „Atlas über die soziale Anfälligkeit in den brasilianischen Gemeinden“, für die 5.565 Städte des Landes befragt wurden.

Das Ergebnis: 2000 lag die Anzahl der Städte mit einer hohen oder sehr hohen Anfälligkeit noch bei 3.610, zehn Jahre später nur noch bei 1.981. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Städte mit geringer oder sehr geringer Anfälligkeit von 638 (2000) auf 2.326 (2010). Der Anstieg war in einigen Bundesländern der Regionen Zentral-West, Nord und Nordost dabei besonders deutlich.

In den Bundesländern Acre, Amazonas, Pará, Amapá und Rondônia des Nordens und in Maranhão, Alagoas und Pernambuco des Nordostens lag der Index zur sozialen Anfälligkeit dabei allerdings sehr hoch. (ls)

Quelle: Valor Econômico