Durch das SESAI soll die medizinische Versorgung der indigenen Bevölkerung Brasiliens verbessert werden / Copyright: SESAI

Durch das SESAI soll die medizinische Versorgung der indigenen Bevölkerung Brasiliens verbessert werden / Copyright: SESAI

Eine der Prioritäten des Sekretariats für die Gesundheit der indigenen Bevölkerung SESAI in Brasilien ist die Renovierung der 50 Krankenhäuser CASAI (Casas de Saúde Indígina), die als lokale Zentren fungieren, um in Städten die medizinische Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe zu gewährleisten, so teilte gestern (18.10.) der Sekretär für indigene Gesundheit, Antônio Alves de Souza, im Abgeordnetenhaus mit.

Um die Renovierungsarbeiten durchführen zu können, rechne man mit Ausgaben in Höhe von 441,5 Millionen Reais (ca. 166,7 Millionen Euro), ein Wert der fast das Gesamtbudget des SESAI ausmacht (684 Millionen Reais). Das SESAI wurde 2010 gegründet und löste den Nationalen Gesundheitsverband für die Versorgung von Indigene FUNASA ab. Beide sind Einrichtungen des Gesundheitsministeriums.

Laut Alves de Souza werde es die Möglichkeit geben, die finanziellen Mittel für diesen Bereich zu erhöhen. 2013 wird das Budget des SESAI 920 Millionen Reais betragen. Derzeit suche man nach Möglichkeiten, auf 1,1 Milliarden Reais zu kommen.

Nicht nur der schlechte Zustand der Krankenhäuser sei problematisch, auch der Zugang zu einigen Orten, in denen die indigene Bevölkerung lebt. In manchen Fällen würde man mehrere Tage zum Transport der Kranken brauchen und das Verkehrsnetz sei nicht ausreichend. Des Weiteren würde es an Ärzten vor Ort fehlen sowie an Materialien und Medikamenten.

Alves de Souza teilte weiterhin mit, dass es Bemühungen gäbe, das Versorgungssystem für Indigene ins brasilianische Gesundheitssystem SUS zu integrieren. Diese Maßnahme würde allerdings nicht alle Probleme lösen, da diese Art von Bevölkerung ein eigenes System bräuchte und damit auch ausgebildete Ärzte für die Dörfer, in denen sie leben. (ds)