Russland hat erneut ein Embargo auf Fleischexporte verhängt / Copyright: Agência Brasil
Russland hat erneut ein Embargo auf Fleischexporte verhängt / Copyright: Agência Brasil

Russland hat erneut ein Embargo auf Fleischexporte verhängt / Copyright: Agência Brasil

Nachdem im Juni und Juli dieses Jahres das staatliche russische Aufsichtsamt für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) Brasilien einen Besuch abgestattet hatte, verhängte das Land ein Embargo auf Schweine- und Rindfleisch aus zehn Bundesstaaten Brasiliens. Der russische Bericht wird derzeit noch ins Portugiesische und Englische übersetzt. Im Detail betrifft das einen Schweinefleischproduzenten im Bundesstaat Santa Catarina und neun Rindfleischproduzenten in den Bundesstaaten Goiás, Minas Gerais, São Paulo und Pará. Um keine Verluste auf lange Sicht zu machen, will das brasilianische Landwirtschaftsministerium nun an einer Einigung mit Russland arbeiten. Einigungsversuche sollen in Zusammenarbeit mit den Brasilianischen Verbänden für Rindfleischexporte ABIEC und Schweinefleischexporte ABIPECS ausformuliert werden.

Russland hatte in der Vergangenheit bereits einmal ein Embargo auf Schweine-, Rindfleisch und Geflügel aus drei Bundesstaaten verhängt, Mato Grosso, Paraná und Rio Grande do Sul. Nach einem Jahr und fünf Monaten Verhandlungszeit konnten sich die beiden Länder schließlich einigen und die Exporte wurden in diesem Jahr wiederaufgenommen. Allerdings müssen die beteiligten Unternehmen detaillierte Protokolle an Russland schicken, bevor Exporte durchgeführt werden.

Russland ist nach Hong Kong der zweitgrößte Handelspartner Brasiliens, der brasilianisches Fleisch einkauft. Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, eine Einigung zu finden. Laut Angaben des Vorsitzenden des ABIECS, Fernando Sampaio, würde das Land strengere Richtlinien haben als andere Käufer. „Brasilien verkauft Fleisch an 130 Länder, die seine Sanitärrichtlinien akzeptieren. Russland allerdings hat zusätzliche Forderungen.“ (ds)