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Brasiliens Anteile an den Absatzmärkten ging 2014 weiter zurück. Vor allem im Textilbereich verliert das Land seite Jahren an China. / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Anteile an den Absatzmärkten ging 2014 weiter zurück. Vor allem im Textilbereich verliert das Land seite Jahren an China. / Copyright: Agência Brasil

Brasilien verliert weiter an Exportkraft. Im vergangenen Jahr verloren brasilianische Exporte auf vier der fünf bedeutendsten Märkte an Marktanteil. Wie die Zeitung Folha de São Paulo berichtet (25.3.), habe die Konkurrenz an Absätzen in der EU, China, Argentinien und Japan zugelegt. Brasilien machte einzig in den USA an Anteilen der Importe Raum wett. Zusammen seien diese Märkte für fast 60 Prozent der Exporte des südamerikanischen Landes verantwortlich.

Für diese Absatzschwierigkeiten machte die Regierung Anfang des Monats die globale Krise verantwortlich. Doch sehen Kritiker die Probleme als Folge interner Voraussetzungen. In Argentinien beispielsweise sank der Importanteil an brasilianischen Produkten um vier Punkte von 26,2 auf 22,2 Prozent, während Chinas Einfuhren von 2,8 auf 2,6 Prozent gesunken seien, wie die Folha konstatiert. Dies wiederum entspreche einem prozentualen Verlust von fünf Prozent, während die brasilianischen Importe 25 Prozent verloren. Die Nafta-Importe seien nur um vier Prozent geschrumpft, so die Zeitung.

Brasiliens Wirtschaft leide an Wettbewerbsfähigkeit. Hohe Stückkosten seien vor allem verantwortlich für die Situation. Des Weiteren böte vor allem China seit Langem äußert günstige Kreditlinien an, von denen Argentinien profitiere, so die Zeitung.

In der EU, dem mit 18,7 Prozent der brasilianischen Ausfuhren wichtigsten Absatzmarkt des Landes, seien in 2014 die Importe trotz der Krise stabil geblieben. Die Brasiliens jedoch seien um acht Prozent zurückgegangen, während China, die Türkei, Südkorea und die USA zugelegt hätten. (ms)

Quelle: Folha de São Paulo