Jorge Chediek, Vertreter des Entwicklungsprogramms Brasiliens der Vereinten Nationen, spricht über die neusten Daten zur menschlichen Entwicklung im Land / Copyright: Agência Brasil
Jorge Chediek, Vertreter des Entwicklungsprogramms Brasiliens der Vereinten Nationen, spricht über die neusten Daten zur menschlichen Entwicklung im Land / Copyright: Agência Brasil

Jorge Chediek, Vertreter des Entwicklungsprogramms Brasiliens der Vereinten Nationen, spricht über die neusten Daten zur menschlichen Entwicklung im Land / Copyright: Agência Brasil

Jorge Chediek, Vertreter des Entwicklungsprogramms Brasiliens der Vereinten Nationen, verkündete gestern (25.11.), dass sich die sozioökonomischen Indikatoren der städtischen Regionen des Landes verbessert hätten sowie die Ungleichheit zwischen dem Norden und Süden Brasiliens verringert werden konnten. Laut Angaben des sogenannten „Atlasses für menschliche Entwicklung in den brasilianischen städtischen Regionen“ hätten sich die Unterschiede im Verlauf der Jahre 2000 und 2010 in den 16 untersuchten Regionen verringert und alle befänden sich auf einem hohen menschlichen Entwicklungsstatus. Der Atlas resultiert aus der Zusammenarbeit zwischen dem Entwicklungsprogramm der UN, dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA) und der João Pinheiro-Stiftung. Die Analyse berücksichtigt außerdem den Gemeindeentwicklungsindex IDHM. Außer der städtischen Regionen wurden 9.825 Entwicklungseinheiten, die sich auf die Stadtteile beziehen, analysiert.

Chediek kommentiert weiterhin, dass Brasilien ein gutes Beispiel für ein Land sei, das seine Armut und Ungleichheit senken konnte. „Brasilien war eines der Länder mit den größten sozialen Unterschieden in der Welt. Die Ungleichheit besteht zwar immer noch, aber die Indikatoren haben sich stark verbessert und es gibt Tendenzen zur Reduzierung der Ungleichheit. Wir raten, die politischen Maßnahmen beizubehalten und sich auf diese Gebiete und die Bevölkerung zu fokussieren, die immer noch politische Unterstützung und Arbeitsplätze brauchen.“

Der Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten, Marcelo Neri, stimmte dieser Aussage zu und kommentierte, dass es die größten Fortschritte im Bildungswesen gegeben hätte, das Voraussetzung für eine bessere Zukunft sei.

Der IDHM stellt einen Wert zwischen 0 und 1 dar, je stärker sich der Wert an 1 annähert, desto höher ist die Entwicklung in einem Bundesstaat, in einer Gemeinde, in einer städtischen Region oder in einer menschlichen Entwicklungseinheit. Für die Berechnung des Indexes wurden drei Faktoren analysiert: die Lebenserwartung, das Pro-Kopf- Einkommen und die Bildung. (ds)