Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Besuch in Maputo, begleitet vom Präsidenten Mosambiks, Armando Guebuza, und Südafrikas, Jacob Zuma

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Besuch in Maputo, begleitet vom Präsidenten Mosambiks, Armando Guebuza, und Südafrikas, Jacob Zuma / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verbrachte gestern (19.10.) den Tag in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Heute reist sie nach Luanda (Angola) weiter. Mit ihrer Afrikareise verfolgt Rousseff das Ziel, die Affinität zwischen Brasilianern und Afrikanern zu zeigen und Abkommen für die Entwicklung der Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaft, des Handels und des Sozialwesens zu intensivieren.

Laut Wirtschaftsexperten sei Mosambik das Land Afrikas, dem ein starkes wirtschaftliches Wachstum vorausgesagt wird. Das erste Projekt, welches mit Unterstützung seitens Brasiliens rechnen kann, ist der Komplex von Moatize, im Norden des Landes. In Moatize gibt es Kohleminen, in denen zwölf Millionen Tonnen Kohle gefördert werden sollen. Es wurden bereits sechs Milliarden US-Dollar in dieses Projekt investiert.

Laut Daten der brasilianischen Regierung profitiere Mosambik besonders stark von der Kooperation mit Brasilien. Es gibt Investitionen ins Gesundheitswesen, in das Bildungswesen, in die Landwirtschaft sowie in Weiterbildungen. Der Handel zwischen den zwei Ländern stieg von 25 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr auf 60 Millionen in den ersten Monaten dieses Jahres an.

In Maputo wohnte Rousseff den Veranstaltungen zu Ehren des ehemaligen Präsidenten Samora Machel (Amtszeit von 1975 bis 1986) bei. Er wird als Volksheld betrachtet, weil er den Kampf für die Unabhängigkeit der damaligen portugiesischen Kolonie geleitet hat und als erster Präsident Mosambiks hervorgegangen ist.

In Angola wird die brasilianische Präsidentin hervorheben, dass Brasilien das erste Land war, das im November 1975 die Unabhängigkeit Angolas anerkannte und die Angolaner während der Zeit des Kalten Krieges unterstützte. Auch hier möchte Rousseff die positiven Aspekte der bilateralen Beziehungen hervorheben und sich auf das Wachstum der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen konzentrieren.

Von 2002 bis 2008 stiegen die Handelsbeziehungen um das Zwanzigfache an und erreichten einen Wert von 4,21 Milliarden US-Dollar. Brasilien investiert in Angola am stärksten in das Bauwesen, in Energie und den Ausbau der Minen. Exportiert werden von Brasilien hauptsächlich Fleisch, Zucker, Maschinen, Geräte und mechanische Instrumente.

Während des Besuches werden weitere Abkommen zur Kooperation im Bereich Technik, zum Kampf gegen den Drogenhandel und zur Entwicklung im Forschungsbereich der Geologie sowie für Sozialhilfeprogramme unterzeichnet. (ds)



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