Der Vizepremierminister Wang Qishan und Vizepräsident Brasiliens, Michel Temer, nach der zweiten Versammlung der Kommission  COSBAN / Copyright: Agência Brasil

Der Vizepremierminister Wang Qishan und Vizepräsident Brasiliens, Michel Temer, nach der zweiten Versammlung der Kommission COSBAN / Copyright: Agência Brasil

Brasilien sieht vor, verstärkt nach China zu exportieren, so teilte gestern (13.02.) der Vizepräsident Brasiliens, Michel Temer, nach der zweiten Versammlung der chinesisch-brasilianischen Kommission COSBAN (Comissão Sino-Brasileira de Alto Nível de Concertação e Cooperação) mit. Für China nahm der Vizepremierminister des Landes, Wang Qishan, teil.

Laut Temer wolle Brasilien die Fleischexporte nach China erhöhen. „Wir konnten unser Interesse kundtun, die Exporte von Geflügel, Rind- und Schweinefleisch zu steigern“, so der Vizepräsident. Auch die Frage bezüglich der Exporte Chinas nach Brasilien, die in den letzten Monaten gestiegen sind, war Thema der Versammlung.

Des Weiteren teilte Temer mit, dass außer der Fleischexporte Interesse bestünde, Flugzeuge der Firma EMBRAER an China zu verkaufen. Dieser Markt würde in China im Vergleich zur Welt am stärksten wachsen.

Ein weiteres Thema der Versammlung war das Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras), durch das brasilianischen Studenten ein Aufenthalt im Ausland zur Spezialisierung ermöglicht wird. Die Intention bestünde darin, dass 100 Studenten in China studieren können und dass die gleiche Anzahl an chinesischen Studenten nach Brasilien kommen kann.

Laut Temer haben beide Länder ebenso Interesse an der Zusammenarbeit bezüglich politischer Maßnahmen der BRICS-Staaten (Brasilien, Indien, China, Russland und Südafrika) sowie der G20 (die 20 größten Wirtschaftsmächte weltweit).

Wang Qishan teilte außerdem mit, dass China verstärkt in Brasilien investieren möchte, hauptsächlich in die Infrastruktur. Auch habe man vor, die Kooperation im Bereich Wissenschaft und Technik (besonders in der Nanotechnologie) zu stärken.

Des Weiteren bekundete Qishan, dass Brasilien und China als große Schwellenländer zusammen daran arbeiten müssten, die Weltwirtschaft wiederherzustellen. Er warnte vor der Problematik der Schutzmaßnahmen, die viele Länder angewandt haben, um ihre Binnenmärkte zu sichern. Diesen müsse man entgegenwirken und neue Regeln für die internationale Wirtschaft aufstellen. (ds)