Mobilfunkgerät der vierten Generation / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, C. Lo

Mobilfunkgerät der vierten Generation / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, C. Lo

Die staatliche brasilianische Telekommunikationsagentur (Agência Nacional de Telecomunicações, kurz: Anatel) hat gestern und am Montag (11.06.) einige Lizenzen der insgesamt 268 Lizenzen für die neue, vierte Generation (4G) von Mobilfunknetzen versteigert. Diese Lizenzen sind vor allem für den ländlichen Bereich gedacht und sollen die neue Mobilfunktechnik flächendeckend in Brasilien einführen. Weitere Versteigerungen für Lizenzen der 4G-Netze folgen heute und in den kommenden Tagen.

Diese auf der 2,5 Gigahertz (GHz) bzw. 450 Megahertz (MHz)-Frequenz basierenden Netze sind leistungsstärker und vor allem für den Markt der neuen Smartphones von großer Bedeutung, denn die Frequenz ermöglicht eine Übermittlung größerer Datenmengen und einen schnellen Seitenaufbau beim Surfen im Internet. Die stärkere 2,5 GHz-Technologie bietet eine etwa 10-fach höhere Geschwindigkeit als die bestehende Technologie.

Den Zuschlag für die sehr leistungsstarke 2,5 GHz-Technologie haben die beiden Anbieter Claro und Vivo bereits am Montag für sich gewonnen und teilen sich damit den ländlichen brasilianischen Markt untereinander auf. Claro hat für sich für 844,5 Millionen Reais (ca. 328 Millionen Euro) eine Abdeckung von 34 Prozent gesichert und ist in Zukunft in den Staaten Amazonas, Amapá, Acre, Bahia, Maranhão, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins und in der Metropolregion São Paulo präsent. Die restlichen 64 Prozent der Landesfläche Brasiliens hat sich der Anbieter Vivo für rund eine Milliarde Reais (ca. 407 Millionen Euro) gesichert.

Insgesamt wurden gestern (12.06.) für 24 Regionen die Lizenzen für den Betrieb des etwas schwächeren 450 MHz-Netzes versteigert und heute stehen weitere 33 Regionen zur Versteigerung an. Dabei kamen auch die Konkurrenten von Vivo und Claro, Tim und Oi zum Zuge. Der Anbieter Tim wird in Rio de Janeiro, Espírito Santo, Paraná und  Santa Catarina die Netze abdecken, Oi im zentralen Osten und in Rio Grande do Sul. Ab 9.00 Uhr heute morgen werden die weiteren 33 Regionen versteigert. (mas)