Durch das System Sisu sollen auch benachteiligte Studenten einen Studienplatz erhalten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Trexer
Durch das System Sisu sollen auch benachteiligte Studenten einen Studienplatz erhalten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Trexer

Durch das System Sisu sollen auch benachteiligte Studenten einen Studienplatz erhalten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Trexer

Das Onlinesystem für einheitliche Studienplatzvergabe (Sistema de Seleção Unificada, kurz: Sisu) sei ungemein wichtig, wenn es um die gerechte und demokratische Vergabe von Studienplätzen und um den Zugang zu höherer Bildung für alle brasilianischen Jugendliche gehe, erklärte die Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff gestern (14.01.) im Rahmen eines Interviews.

Das Sisu wird an bestimmten Tagen kurz vor Semesterbeginn geöffnet, sodass sich Jugendliche von öffentlichen Schulen, die ein Studium aufnehmen möchten, unter Angabe ihrer Qualifikation und ihres Studienwunsches registrieren können. Am darauf folgenden Tag können die Studieninteressierten dann einsehen, an welcher Universität und in welcher Stadt noch ein Platz für sie frei wäre.

Für das erste Semester dieses Jahres bietet das Sisu über 129.000 freie Studienplätze an, die sich auf 3.752 unterschiedliche Studiengänge an über hundert öffentlichen Universitäten verteilen. Die meisten der teilnehmenden Universitäten und Institute bieten mindestens 12,5 Prozent der Studienplätze für Jugendliche von öffentlichen Schulen an, die in der Regel eine geringere Chance auf einen Studienplatz haben.

Dilma erklärte außerdem, dass jeder Studierende, der aus armen Verhältnissen stamme, eine monatliche Unterstützung von 400 Reais (rund 147 Euro) erhalten werde. Zunächst werde sich die staatliche finanzielle Unterstützung jedoch auf die ersten Monate beschränken. Wenn der Student dann gute Studienleistungen vorzuweisen hat, werde er während seiner gesamten Studienzeit vom Staat unterstützt. (sg)