Die basilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Präsidenten von Honduras, Porfírio Lobo / Copyright: Agência Brasil

Die basilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Präsidenten Honduras', Porfírio Lobo / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff traf sich am Samstag (10.12.) in Buenos Aires mit dem Präsidenten Honduras‘, Porfírio Lobo, um die Beziehungen der beiden Länder nach der Amtsniederlegung von Manuel Zelaya 2009 wieder zu stärken. Rousseff war zu den Feierlichkeiten zur Wiederwahl der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner in Buenos Aires.

Beim Treffen der beiden Präsidenten teilte Rousseff Lobo mit, dass sie zufrieden mit der nationalen Aussöhnung Honduras sei sowie mit der erneuten Beteiligung des Landes an internationalen Foren. Das Treffen stellte das erste seit Amtsantritt Lobos im November 2009 dar, nach der politischen Krise, die mit dem Rücktritt Manuel Zelayas endete. Zelaya wurde anschließend in der Brasilianischen Botschaft Zuflucht gewährt. Er ging danach ins Exil in die Dominikanische Republik. Erst im Mai dieses Jahres kehrte er nach Honduras zurück.

Brasilien hätte immer gesagt, dass die Beziehungen mit der Rückkehr Zelayas ins Land Honduras und nach der Stabilisierung der politischen Rechte wiederaufgenommen werden können, so der brasilianische Außenminister Antonio Patriota. Des Weiteren fügte der Minister hinzu, dass Brasilien seine Präsenz mittels Investitionen in verschiedene Sektoren in Mittelamerika stärken möchte, so auch in Honduras.

Lobo seinerseits kommentierte, dass er um das Treffen mit Rousseff gebeten habe, um die Beziehungen der beiden Länder zu intensivieren, denn Brasilien würde für Honduras einen großen Stellenwert haben. Laut des Präsidenten brauche Honduras die wirtschaftliche Unterstützung Brasiliens bei der Realisierung von Projekten für die Infrastruktur. Hierbei hoffe er auf die Beteiligung der Brasilianischen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES).

Außerdem seien die Sozialprogramme, die derzeit in Brasilien laufen, wie zum Beispiel das Familienstipendium Bolsa Família, sehr interessant. Dieses wurde als Vorbild für ein ähnliches Programm in Honduras verwendet. Auch brasilianische Firmen würden heutzutage in das Land investieren. Besonders hervorzuheben seien hierbei Projekte im Energiesektor, der Bau von Autobahnen und Projekte in Bereich der Landwirtschaft. Lobo wäre dabei, mit brasilianischen Firmen zu verhandeln, die sich an diesen Vorhaben beteiligen könnten. (ds)