Renato da Fonseca, Leiter der Forschungsabteilung des CNI / Copyright: Agência Brasil

Renato da Fonseca, Leiter der Forschungsabteilung des CNI / Copyright: Agência Brasil

Der sogenannte „Index über das Vertrauen der Industrieunternehmer“ in Brasilien (Índice de Confiança do Empresário Industrial, kurz: ICEI) ist im September im Vergleich zum selben Zeitraum vergangenen Jahres gestiegen und erreichte 57,4 Punkte. Im Vergleich zu August stieg er um 2,9 Punkte, so wurde gestern (19.09.) vom brasilianischen Industrieverband CNI bekanntgegeben. Trotz Fortschritte liegt der Indikator allerdings immer noch unter dem Durchschnittswert, der sich auf 59,5 Punkte beläuft.

Laut Renato da Fonseca, Leiter der Studie des CNI, hätten die staatlichen Maßnahmen wie Konsumintensivierung, die Senkung der Produktionskosten, die erneute Reduzierung der IPI-Steuer auf industrialisierte Produkte, günstigere Energiepreise sowie Steuerbefreiungen die Wahrnehmung der Unternehmer beeinflusst. Obwohl einige dieser Maßnahmen erst ab 2013 in Kraft treten werden.

„Der Handel wächst weiterhin, trotz der Krise. Problematisch ist, dass die Nachfrage nach importierten Produkten groß ist und sich in der Industrie Schwierigkeiten mit der Wettbewerbsfähigkeit zeigen. In dem Moment, in dem die Regierung Maßnahmen ergreift, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern, hat auch der Unternehmer stärkeres Vertrauen ins Wirtschaftswachstum“, so schätzte Fonseca ein.

Ein weiterer positiver Punkt sei die näher rückende Weihnachtszeit, in der die industrielle Tätigkeit erfahrungsgemäß steigt und auch mehr für das Jahresende produziert wird.

Positiv sei auch, dass der Vertrauensindex in allen Sektoren im September angestiegen ist, mit Ausnahme der metallischen Minerale. Der Rückgang in diesem speziellen Bereich wäre auf externe Faktoren und auf die verlangsamte Wirtschaft in Asien zurückzuführen.

Der Index reicht von 0 bis 100 Punkten. Im Allgemeinen wird ein Durchschnittswert von 60 Punkten erreicht. Sinkt der Index unter diesen Wert, bedeutet es, dass das Vertrauen in die Wirtschaft zu niedrig ist. (ds)